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Gretchen
169 Beiträge

Fr, 16 Aug 2013 14:50
 re: Seit 8 Wochen LCHF - verschleimt, Atemprobleme, schlapp

Hallo Lynn,

ißt du das Mandelmus pur oder machst du dir das irgendwie fertig?

Ich habe nämlich ein Glas Mandelmus stehen und
weiß nicht so recht was ich damit machen kann.


  
Lynn
241 Beiträge

Sa, 17 Aug 2013 20:10
 re: Seit 8 Wochen LCHF - verschleimt, Atemprobleme, schlapp

Hallo Gretchen!

Ich hab immer ein ganzes Glas gleich neben meinem Bett stehen.

Meistens ess ich es pur. Manchmal esse ich es zusammen mit Äpfel, das schmeckt besonders gut, passt irgendwie total gut.
Also einfach einen Apfel in Spalten schneiden und das Mandelmus darüber.
Mit schlagrahm kann man es auch essen, das schmeckt auch herrlich.


  
Gretchen
169 Beiträge

Sa, 17 Aug 2013 20:51
 re: Seit 8 Wochen LCHF - verschleimt, Atemprobleme, schlapp

Danke Lynn,

also mit Apfel und Sahne, das klingt gut und geht ja auch schnell.


  
angy
124 Beiträge

Fr, 06 Sep 2013 09:25
 re: Seit 8 Wochen LCHF - verschleimt, Atemprobleme, schlapp

Hallo ihr Lieben,

ich wollte ein kurzes Update schreiben, nachdem ja nun ein paar Wochen vergangen sind.

Ich habe die KH Zufuhr erhöht (Kartoffeln), Milchprodukte und Nüsse konsequent gemieden. Leider ohne Erfolg. :(

Habe dann testweise wieder Nüsse (Macadamia, gemahlene Mandeln, Kokos) gegessen um zu schauen ob ich eine direkte Auswirkung habe: Nein. Das kann es also nicht sein.

Gibt bessere Tage und schlechtere Tage, aber diese Verschleimtheit und teilweise Atemprobleme (Engegefühl) ist leider noch immer da.

MCT Öl (Cerres, Reformhaus) habe ich auch probiert. Erste drei tage Durchfall, danach scheinbar ganz gut dran gewöhnt. Habe das meine ich über knapp 4 Wochen genommen (zum Schluss 3 EL/Tag), mir wurde aber zunehmend schlecht davon. Habe ansonsten auch keine Auswirkungen bemerkt. Die Flasche war dann leer und ich habe es mir nicht mehr nachgekauft, irgendwie ekel ich mich davor mittlerweile?! :(

Aufgefallen ist mir allerdings jetzt vor ein paar Tagen, dass ich den Punkt "Salzzufuhr" wieder völlig vergessen hatte.
Daher - nachdem ich vieles andere nun ausschließen kann als "Rettung" ;-) - versuche ich nun bis Ende des Monats die Salzzufuhr durch Brühen, generell gut salzen und zwischendurch mit der Fingerkuppe in der Salzdose dippen zu erhöhen. Außerdem habe ich mir vorgenommen 3 Liter pro Tag zu trinken (was natürlich wiederum erhöhte Natriumzufuhr nötig macht).
Das beobachte ich nun erneut. Sollte es bis Oktober/November immer noch nicht deutlich besser werden, muss ich wohl definitiv zum Arzt. Wovon ich mir aber ehrlich gesagt nichts verspreche...

So- das nur kurz zum aktuellen Stand.
Danke nochmal für eure Hilfe Lächeln Ich werde in ein paar Wochen dann wieder berichten. Gebe ja die Hoffnung nicht auf, dass ich das wieder in den Griff bekomme :)

Liebe Grüße und ein schönes WE,
Antje


  
angy
124 Beiträge

Mi, 15 Okt 2014 09:29
 Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hallo ihr Lieben,

das wird definitiv ein langer Text. Dies schon mal als Vorwarnung *grins*

Erst einmal: Tut mir total leid, dass ich hier so ewig nicht mehr aktiv war. Bei mir hat sich einiges geändert und ich wollte erst eine gewisse Zeit abwarten bevor ich berichte.
Und nun möchte ich euch gerne "einweihen":

Das geht absolut zu 100% gegen alles, was ich vorher gemacht habe und was ihr zum Großteil praktiziert. Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals diesen Weg gehen würde und es auch noch gut finde. Meine Meinung hat sich aufgrund eigener Erfahrungen um 180 Grad gedreht.

Machen wirs kurz:
Ich bin nun seit 4 Monaten vegan. High Carb (!) und low fat.

Warum?
Ich musste irgendwann einfach die Reißleine ziehen.. Ich habe extremste Schlafstörungen entwickelt, dauernd Herzrasen, wurde zunehmend schlechter gelaunt, hatte extreme Wassereinlagerungen und meine Verdauung war nur noch mit 1500mg Magnesium am Tag halbwegs intakt.
Durch Dr. Strunz und Co. "angefeuert" habe ich mir lange Zeit eingeredet, dass das normal ist und man diese Nährstoffe in der Menge einfach braucht. Und das habe ich hier im Forum ja auch immer vertreten.

Ich habe also angefangen zu recherchieren und bin natürlich auf die Vegan Szene und grüne Smoothies etc. gestoßen.
Vor lauter Verzweiflung habe ich das von einen Tag auf den anderen umgesetzt, genau wie damals bei low carb.
Extreme Angst hat mich begleitet hinsichtlich meiner Migräne, ob es nun wieder schlimmer wird oder nicht... Daher wollte ich auch erst mal eine gewisse Zeit abwarten, wie es sich entwickelt, bevor ich hier ein Update schreibe.

Mittlerweile kann ich sagen:
Meine Migräne ist nochmals besser geworden. Ich hab mittlerweile nur noch circa 4-5 Tage vor meiner Periode Migräne oder wenn ich richtig doll feiern war (selbst Schuld... ;-)). Ansonsten kein Thema mehr.
Ich schlafe wieder super gut und meine Verdauung ist 1a.
Ich habe sämtliche Supplemente abgesetzt, die ich früher genommen habe (Zink, Eisen, Magnesium, Biotin, Multivitaminpräparat, Eiweißpulver...) - bis auf Vitamin D. Davon bin ich nach wie vor überzeugt.
Vor kurzem habe ich mir ein B12 Präparat zugelegt und diesen Wert werde ich langfristig kontrollieren lassen.

Vit B12 ist übrigens genau das Thema, was mich früher davon überzeugt hatte, dass vegan einfach NICHT richtig sein KANN, wenn es an einem Vitamin mangelt. Mittlerweile weiß ich, dass B12 durch Bakterien im Boden erzeugt wird und wir diese durch unseren Hygienewahn einfach nicht mehr zu uns nehmen, da alles gewaschen wird (was es auch muss, weil man sich sonst wiederum Pestizide zuführt - vielen Dank an die Lebensmittelindustrie, aber das ist ja nochmal ein anderes Thema). Im Fleisch ist es dann enthalten, weil die Tiere eben genau diesen Dreck mitfressen.
Aus diesem Grund kann ich es vor mir selbst definitiv vertreten hier auf ein Präparat zurückzugreifen.

Wenn ich unterwegs bin und es gar nicht anders geht, dann esse ich auch mal was mit Käse oder so. Zu 99% allerdings wirklich vegan.

Wo ich mir weiterhin unsicher bin ist das Thema Gluten. Ich schwanke immer wieder in meiner Meinung.. Ich meine, dass ich von Gluten extrem müde und ausgeglichen werde. Gestern Abend habe ich z.B. Vollkornnudeln gehabt mit viel Gemüse und bin heute morgen total groggy. Das habe ich sonst nicht.
Wahrscheinlich werde ich hier weiterhin experimentieren und (zumindest zu Haus) wieder 100% glutenfrei werden.

Mal kurzes Beispiel wie ein Tag so aussieht:

Morgens große Portion Hafer- oder Reisflocken mit 1Tl Leinsamen und großer Banane oder Apfel

Mittags großer Salat mit Tomate/Essig-Dressing und viiiiiele Kartoffeln

Abends Hülsenfrüchte, Reis oder Nudeln mit viel Gemüse

Ab und an gibts auch mal Smoothies - damit war ich ursprünglich gestartet, stelle aber fest, dass mich Obst einfach nicht zufrieden satt macht und meiner Haut viel Fruchtzucker nicht bekommt. Daher bin ich davon wieder ab...

Gewichtsmäßig kann ich definitiv sagen:
Kohlenhydrate machen NICHT dick, wenn man sie vollwertig, naturbelassen und mit wenig Protein und Fett zu sich nimmt.
Meine Figur ist besser als zuvor, was mich natürlich auch freut.

Was hat sich noch verändert?
Ich habe wieder mehr Spaß am Leben, habe einige wichtige private Entscheidungen getroffen und sie nicht bereut.
Ich kaufe nur noch Bio. Ich schlafe weniger, was mich aber ehrlich gesagt stört. Irgendwie nervt es am Wochenende immer früh wach zu sein.

Was gibt es Negatives?
Mitleidige Blicke von anderen, wenn man erzählt, dass man kein Fleisch und keine Milchprodukte isst Großes Grinsen
Aber das bin ich ja schon gewohnt, denn bei low carb war es auch nicht anders Großes Grinsen
Unterwegs zu essen nervt manchmal, da wirklich in so vielen Sachen, die man so "on the go" bekommt tierische Inhaltsstoffe zu finden sind.
Ein Brötchen ohne alles oder ein Müsliriegel findet sich zur Not aber immer ;-) Lässt sich alles aushalten.

Vermisse ich Fleisch, Eier etc.?
Erstaunlicher Weise: nein. Und auch das hätte ich nie für möglich gehalten - ich war ja ein regelrechter Fleischfresser. Ich fühle mich gut, als hätte mein Körper genau das, was er braucht.


So... das von mir als kleines Update.
Ich wollte das einfach mit euch teilen, da wir hier ja ein Migräneforum und kein striktes low carb Forum sind - ich hoffe ich bin weiterhin willkommen bei euch :)
Durch euch habe ich überhaupt erst gelernt Dinge wie Ernährung etc. mal zu hinterfragen und einfach selbst aktiv zu werden. Jeder muss seinen Weg finden - ich habe nun einen anderen eingeschlagen, mit dem ich mich super fühle.
Natürlich kann sich auch das irgendwann mal wieder ändern.
Ich möchte auch absolut niemanden belehren oder sonstiges, da jeder selber entscheidet, wie er sich ernähren möchte.
Hauptsache ist es geht einem gut dabei.

Freue mich über Antworten von euch und hoffe euch gehts gut! Großes Grinsen

Liebe Grüße,
Antje


  
angy
124 Beiträge

Mi, 15 Okt 2014 09:35
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Ach noch etwas habe ich vergessen:

Ich esse nicht NO fat - das liest sich glaub ich gerade ein wenig so...
Ab und an Nüsse, Avocados, Leinsamen und Erdnuss- oder Sesammus zum Kochen sind auch mit dabei Lächeln Aber als low fat kann mans definitiv bezeichen.


  
arvi
1.078 Beiträge

Mi, 15 Okt 2014 21:09
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hallo, Anja,

Mich würde die Langzeiterfahrung damit über Jahre interessieren. Ich habe früher immer Einige Wochen Besserung der Migräne erlebt, wenn ich mal wieder einen neuen Weg versucht hatte. Man sollte den Placebo-Effekt hier nicht unterschätzen.
Low Carb hat sich bisher als einziges langfristig bewährt bei mir. Zudem haben sich meine prädiabetischen Blutzuckerwerte normalisiert und auch die Blutfettwerte sind sehr abgesunken und jetzt niedrig. Das ist objektivierbar und solche Erfahrungen haben mir viele Anwender berichtet. Besonders diabetische Stoffwechselwerte scheinen sich regelhaft zu normalisieren oder deutlich zu bessern.
Ich habe über lange Jahre auch weitgehend vegetarisch gelebt, aber auf Müsliriegel u.ä. als Mittagessen war mir oft flau im Magen und mir war häufig übel auf solche und ähnliche Produkte, vermutlich infolge der nachfolgenden Unterzuckerungen. Ich brauche da einfach substantielleres, das länger vorhält. Gemüse und Salat sind für mich auch in Ordnung, aber mit Fleisch oder Eiern u.ä. hält es länger vor und ich bin länger satt.
Sicher machen KH allein nicht dick, sondern in Kombination mit Fett ergibt sich das Problem der Gewichtszunahme. Möglicherweise wird sowohl Low Carb alsauch Low Fat erheblich besser vertragen als Fett und KH zusammen.

Viele Grüße
arvi


  
Kurike
242 Beiträge

Do, 16 Okt 2014 10:26
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Antje,

deinen Bericht habe ich mit großem Interesse gelesen.

Da ich von "Low Carb" überzeugt bin, fällt es schwer, den positiven Effekt auf Migräne bei den vielen Kh zu sehen.

Deine neue Ernährungsweise ist sicherlich in vielerlei Hinsicht sehr gesund, da du durch natürliche Nahrungsmittel und Smoothies viele Nährstoffe zu dir nimmst. Das kann man nicht mit den sogenannten Puddingvegetariern oder Puddingveganern vergleichen. Außerdem sind die Menschen unterschiedlich, so dass einige auch höhere Portionen Kh vertragen. Ich finde es auch nicht nötig, ständig in Ketose zu sein, und handhabe es selbst auch etwas lockerer.

Du hast durch die vielen Monate vorher mit ketogener Ernährung eine Ketolysefähigkeit deines Gehirns wieder bekommen. Das kommt dir im Moment noch zu Gute. Durch deine derzeitige Ernährung wirst du sie wieder verlieren, was sich dann durch Migräneanfälle äußern könnte. Soweit die Theorie. Das kennst du bestimmt.
Wenn du dich jetzt wohler fühlst, würde ich gelegentlich ein paar ketogene Tage einbauen, um die Ketolysefähigkeit des Hirns zu erhalten.

Liebe Grüße von Ulrike


  
Traubi
95 Beiträge

Do, 16 Okt 2014 19:31
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hallo Antje,


eine wirklich interessante Entwicklung Großes Grinsen
Du warst doch diejenige, die auch damals mal die Ladetage probiert hatte, mit dem Hintergrund des Leptinspiegel oder irre ich mich? (Ich erinnere mich an Milchreis in Reismilch gekocht Großes Grinsen ).

Ich hab mal einen so ganz bewussten Ladetag gemacht und konnte keine negativen Auswirkungen feststellen. Meine Angst war also unbegründet.
Anfangs hatte ich ziehmliches Kopfdrücken, nachdem ich am Morgen gleich Milchreis mit Apfelmus verdrückt hatte, später ging es aber und auch die Sättigung war positiv.
Dabei habe ich auch darauf geachtet, möglichst fettfrei zu essen und "saubere" Kh zu mir zu nehmen (keine Süßigkeiten, kein Eis, kein Kuchen etc.), sowie Reis mit Gemüse/ Frikassee und eben Milchreis mit Apfelmus.

Ich würde sowas ja auch gezielt öfter machen, wenn nicht ohnehin schon immer diese ungewollten Kh-Tage wären, an denen ich meine Eltern besuche, bzw. irgendwelche Feiern stattfinden und ich mich irgendwie nicht einschränken kann (und auch nicht immer will).

In letzter Zeit fand die darauf folgende Umstellung auf low-carb/ ketogen aber immer ohne Migräne statt, sodass ich doch sagen kann, schon wieder einen Schritt weiter zu sein, denn die Umstellung hat sonst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Attacke geführt.
Allerdings habe ich auch MCT-Öl in meine Ernährung eingeführt, es tut mir recht gut und ich vertrage es auch wunderbar (nehme an manchen Tage bestimmt 4 - 5 EL zu mir und hatte nie Verdauungsbeschwerden oder Übelkeit zu beklagen).

Was mich noch interessieren würde: Wie oft isst du am Tag? Bzw. was passiert, wenn du z. B. 16h fasten würdest?
Ich hab nämlich vor einigen Monaten mal eine "Kh - reiche" Woche gemacht (wobei sie gegenüber der üblichen Ernährung immer noch sehr low-carb war) und ich hatte permanent Hunger und drückende Kopfschmerzen. Ich musste ständig Essen nachschieben Großes Grinsen

Ich freue mich, dass du etwas für dich gefunden hast, womit du dich gut fühlst und sich deine Migräne weiterhin verbessert hat. Ich wünsche dir, dass dieser Zustand anhält und hoffe, du hälst uns mit deinen Erfahrungen und Beobachtungen auf dem Laufenden!


Liebe Grüße,
Traubi


  
arvi
1.078 Beiträge

Do, 16 Okt 2014 22:42
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Leute,

Ich erlebe das jetzt auch, dass ich bei Hunger einen Apfel essen kann und davon satt werde statt wie früher dass mir übel wurde. Ich glaube auch, dass ich mittlerweile wieder wesentlich besser moderate Mengen KH vertrage und nicht wie vor der Umstellung mit Hyperinsulinismus und Unterzuckerung darauf reagiere. Ich bin auch nicht mehr insulinresistent und mein Stoffwechsel kann mittlerweile vermutlich gut hin und herschalten zwischen Fett- und KH-Verbrennung.
Wie Peter sagte, wesentlich ist vermutlich die prinzipielle Ketolysefähigkeit und nicht, eine Diät strikt einzuhalten.
Nichtsdestotrotz finde ich es wichtig, dem Körper substantielle Bausubstanzen wie Fett und hochwertige Proteine zuzuführen und nicht primär Substanzen, die er nur als Energie verwerten kann. Dr. Lutz hat sehr eindrücklich beschrieben, wie die Körperorgane im Laufe der Jahre unter primärer KH Ernährung verschlissen werden, weil ihnen essentielle Strukturaufbauende und funktionserhaltende Substanzen fehlen. Dr. Frank hat eindrücklich beschrieben, dass die Nährstoffkonzntration in Fleisch, Eiern u.dgl. viel höher ist als in Obst und Rohkost, was noch dazu bei vielen Menschen Magen und Darm reizt und die Darmschleimhaut zerstört.
Man kann übrigens auch als Vegetarier sich KH-arm und ketogen ernähren wie es auf dem Fastenkongress von Dr. Bock aus der Charité dargestellt wurde.

Viele Grüße
arvi


  
angy
124 Beiträge

Fr, 17 Okt 2014 08:07
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hallo zusammen,

ja, Traubi, die war ich *grins*
Zu deiner Frage mit dem Hungergefühl: Nein, das habe ich so nicht. Ich habe zwar noch keine 16 Std. gefastet, das habe ich unter low carb allerdings auch nicht, von daher habe ich da auch keinen Vergleich. Ich komme aktuell auch wunderbar mal mit wenig Essen oder längere Zeit ohne Essen aus.
Allerdings ist es definitiv so, dass fettarme/-freie Mahlzeiten kürzer sättigen als fettreiche. Im Gegenzug muss ich für mich persönlich sagen, dass ich das Sättigungsgefühl durch KHs als angenehmer empfinde.

Was vielleicht auch noch interessant ist:
Ich war ja "damals" wegen Migräne auch bei einer Heilpraktikerin und sie hat mit mir so einen Nachrungsmitteltest gemacht (Blut abgenommen, ans Labor geschickt und dann werden irgendwie so Antikörper oder so getestet... Ist ein umstrittener Test und ich weiß auch nicht was ich davon halten soll). Dabei kamen Unmengen von (vermeintlich) unverträglicher Lebensmittel für mich mit raus, was ich natürlich absolut nicht wahr haben wollte.
Dabei waren alle erdenklichen Fleischsorten, Milch und Eier. Aber genauso auch viele Gemüsesorten, das will ich nicht verschweigen.
Habe zu dem Zeitpunkt für mich beschlossen, dass ich das nicht glauben kann, denn es war einfach zuviel... Da hätte ich nur noch Blattsalate und Reis essen können.
In meiner "Vegan-Zeit" habe ich mich allerdings doch daran zurück erinnert und zwar durch eine unfreiwillig gemachte Erfahrung: Ich hatte von der Arbeit aus einen Termin mit gemeinsamen Mittagessen in der Kantine. Vegan gibts in unserer Kantine nicht und so habe ich eine Art "Reis-Kuchen" gegessen, der Unmengen Eier enthielt um dem Ganzen die schnittfeste Konsistenz zu geben. Am selben Abend habe ich Migräne bekommen, die zuvor Wochen lang weg war.
Selbstverständlich kann das Zufall sein, selbstverständlich kann ichs mir eingeredet haben oder oder oder... Ich fand es einfach nur interessant :)

Wie viele KHs nimmst du denn so zu dir eigentlich?

@arvi:
Das ist doch schön, dass du mittlerweile auch ohne Konsequenzen wieder mehr KHs integrieren kannst. Ist sicherlich nicht das schlechteste Zeichen.

Wegen der Proteine und Fette:
Ich habe in der Anfangszeit alles mit der App Cronometer (übrigens echt sehr empfehlenswert!) mitgetrackt, um mal zu schauen wie das aussieht mit Vitaminen, Mineralstoffen und natürlich auch den Makros KH, Fett, Proteine.
Beim Protein bin ich in der Regel bei 60-70g, bei einem Gewicht von 73 kg (ich bin sehr groß). Das ist also denke ich genau im richtigen Rahmen bzw. so in etwa wird die Menge ja beim klassischen LCHF auch empfohlen (bei Strunz natürlich nicht...).
Fett bewegt sich an Tagen wo ich komplett selbst koche/mich versorge so bei 20-30g, wobei ich immer auf die Omega 3:6 Ratio achte, also Leinsamen und Co.
An Tagen wo ich essen gehe (das kommt leider öfter vor als ich es eigentlich möchte) liege ich sicherlich im Fett höher, da erfahrungsgemäß alles in Restaurants in Fett ertränkt wird bevor es in die Pfanne kommt ;-)
Ich meine also mal behaupten zu können, dass ich da adequat versorgt bin. Bei Vitaminen, Mineralstoffen etc. ist es dasselbe, da ist alles erfüllt bis auf Vit D und Vit B12. Das Problem dürften allerdings auch viele "Omnivore" haben. Und der Ottonormal-Esser achtet ja leider meistens überhaupt nicht darauf, was er so zu sich nimmt. Da kann man nur sagen da sind wir hier alle ja definitiv schon mal einen Schritt weiter. :)

Ich hatte übrigens eingangs das Buch "The Starch Solution" von Dr. McDougall gelesen und lese aktuell den, wie ich finde, sehr fundierten, wissenschaftlich gehaltenen Blog von Silke: RoheLust.

Was ich damit andeuten will eigentlich nur:
Es gibt zu nahezu jeder Theorie im Bereich Ernährung irgendeinen Arzt oder irgendwelche Studien, die über Jahre irgendwas getestet und für gut befunden haben.
So wie Dr. Lutz im Bereich low carb haben es Dr. Mc Dougall, Dr. Esselstyn etc. im Bereich vegan high carb low fat gemacht und auch dort unzählige Menschen von diversen Krankheiten und Übergewicht befreit.
Es ist einfach absolut nicht mehr nachvollziehbar und transparent für den Normalmenschen. Daher muss man für sich selber testen, eine andere Möglichkeit gibt es meiner Ansicht nach nicht.

Low carb hat eine Weile gut funktioniert für mich, aber irgendwann schlug das um. Da kamen erst die Ladetage die kurzweilig Besserung brachten und irgendwann ging es einfach nicht mehr. Und das lag nicht an mangelnder Disziplin oder sonstigem - wer mich kennt, weiß wie hartnäckig ich bin (halt typischer Migräniker ;-)). Fand das selber sehr schade, da mich die Theorie seiner Zeit wirklich überzeugt hatte.

Wie das mit vegan aussieht, weiß ich natürlich auch absolut nicht. Aktuell find ich es super, wer weiß schon was in einem Jahr ist? Niemand und ich erst recht nicht. Aber ich möchte es auch gar nicht mehr wissen, weil ich mir keinen Stress mehr mit Ernährung machen möchte. Aktuell ist alles gut und darüber freu ich mich einfach. :)

Was vielleicht noch wichtig ist zu erwähnen:
Nach Dr. McDougall ist es sowohl wichtig die Ernährung vegan zu halten, aber es ist ebenso von größter Bedeutung sie fettarm zu halten. Er führt sehr anschaulich aus wie viele ungesunde und fette Veganer es gibt, die Unmengen Nüsse, fette Fleischersatzprodukte aus Soja, vegane Puddings und fette Desserts etc. essen und die damit absolut ungesund leben und wahrscheinlich sogar ungesünder als ausgewogen lebende Fleischesser.

Ich bin gespannt wie es sich bei mir weiterentwickelt - ob ich dabei bleibe, ob ich irgendwann doch wieder zu low carb zurückkehre oder ob ich irgendwann sage ich hab die Schnauze voll und esse einfach wieder alles durcheinander wie früher Großes Grinsen
Die Migräne wird das wohl für mich entscheiden ;-)


Viele Grüße,
Antje


  
arvi
1.078 Beiträge

Sa, 18 Okt 2014 10:33
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Antje,

Mir geht es auch nach über zweieinhalb Jahren LCHF noch immer am besten mit fett- und proteinreichen Ernährung, auch wenn ich zwischendurch mal einen Apfel oder Schokolade esse.
Ich habe allerdings von Anfang an viel Energiearmes Gemüse und Salate, auch Nüsse dazu gegessen, sodass ich immer noch genug KH hatte.
Ich finde die Unterscheidung Energiearme und energiereiche KH von Dr. Bock gut. Erstere darf man problemlos essen und das gab es auch in der Steinzeit. Sie verhindern nicht die physiologische Ketose, die Nervenzellen schützt und entstehenden Krebszellen entgegenwirkt.
Die heutigen Energie- und stärkereichen Pflanzen wurden im Gegensatz dazu zu kalorienreichen Energielieferanten in Jahrtausenden hochgezüchtet, womit der menschliche Stoffwechsel allgemein noch nicht Schritt halten konnte. Und diese Energielieferanten verhindern die Ketose.
Wenn man insgesamt wenig isst und/ oder häufiger fastet, mag man auch da ausreichend in die Ketose kommen können.

Viele Grüße
arvi


  
Aprikose
898 Beiträge

Sa, 18 Okt 2014 14:43
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Antje,

Ich wollte das einfach mit euch teilen, da wir hier ja ein Migräneforum und kein striktes low carb Forum sind - ich hoffe ich bin weiterhin willkommen bei euch Lächeln


Also bei mir auf jeden Fall Großes Grinsen . Und uns zeichnet ja hoffentlich aus, dass wir offener sind und nichts als gegeben hinnehmen, bzw. nicht nur einen Weg verfolgen, der als der allein seligmachende propagiert wird. Auch ich weiß nicht, ob mein Weg der richtige ist, ganz besonders im Moment.

Wieviel KH isst Du denn ca. pro Tag? Kartoffeln und Reis sind hier auch schon diskutiert worden, ich habe beides eine Zeitlang wieder gegessen (allerdings in geringen Mengen), hat aber nichts verbessert.

Mir ist nicht klar, wie der Erfolg erklärt werden kann, außer natürlich, dass es in Wirklichkeit der Erfolg der kohlenhydratarmen Ernährung ist, wie Ulrike ausgeführt hat, bzw. isst Du ja auch relativ wenig, oder? Machst Du noch so viel Sport? Hast Du mal gemessen, ob Du noch Ketokörper produzierst, z.B. morgens?

Irgendwie nervt es am Wochenende immer früh wach zu sein.

Das kenn ich Stirnrunzeln . Ich bin meist 3 Stunden oder länger wach, bevor mein Freund endlich aufsteht... Man ist damit nicht so richtig sozialkompatibel.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall nur das Allerbeste und würde mich freuen, wenn Du weiter hier berichtest.

Liebe Grüße,
Aprikose


  
angy
124 Beiträge

Mo, 20 Okt 2014 11:02
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hi und einen schönen Wochenstart erst mal :)

Wenig esse ich definitiv NICHT Großes Grinsen
Ich esse sehr viel, da ich immer so viel und so lange esse bis ich wirklich satt bin, anders kann ich das einfach nicht.
Also Ketonkörper können da nicht mehr produziert werden - ansonsten wäre ich ein wissenschaftliches Phänomen glaub ich :)

Ich hatte vor ca. einer Woche nochmal einen Tag im Chronometer erfasst, mach ich manchmal einfach so zur "Kontrolle" wies nährstofftechnisch aussieht, daher kann ich dir das an einem Beispieltag sogar ziemlich genau sagen:


Protein: 61g
Kohlenhydrate: 457g
Fett: 34g

Kalorien: 2316

Ich könnte jetzt grammgenau sagen, wie viel ich wovon gegessen habe, aber glaube so interessant ist das nicht Großes Grinsen Bei den KH-Quellen geb ichs mal mit an.
Es waren auf jeden fall folgende Lebensmittel:

Reis (100g Reisflocken Frühstück, 150 g Reis abends)
Kartoffeln (500 g)
Paranuss
Leinsamen
etwas Reismilch
Avocado
Paprika
Romana Salat
Tomaten
Rote Linsen
Champignons
Pastikane
etwas Reissirup
Banane

Sport mache ich nach wie vor, allerdings war ich fast 8 Wochen komplett raus, weil ich im Urlaub war und danach war irgendwie immer irgendwas und wie das dann so ist.... nun bin ich seit zwei Wochen aber wieder standardmäßig dabei, also 3-4 mal die Woche :)
Interessant ist dabei auch, dass ich feststelle, dass es mir mit etwas "weniger" Sport gar nicht mal schlechter geht. Glaube 3 Mal die Woche ist total in Ordnung für mich.

Danke für die lieben Wünsche, Aprikose, ich hoffe sehr, dass bei dir auch bald wieder eine gute Phase folgt, es war ja schon mal etwas besser bei dir!
Da kann man bestimmt wieder anknüpfen, ich drücke die Daumen!

Wo ich allerdings skeptisch bin ist eine UNTERkalorische Ernährung auf Dauer. Vom Vollstopfen bis zum Geht nicht mehr wie viele "801010"er das in der Highcarb_Szene machen, halte ich allerdings genauso wenig.
Mir ist wichtig immer satt zu sein und auf den Körper zu hören. Wenn man Hunger hat, braucht man doch irgendwelche Nährstoffe und dem Körper fehlt einfach irgendwas. Das ist zumindest meine Überzeugung.

Wenn ich so esse wie oben aufgeführt z.B. (das würde ich für mich persönlich als perfekten Esstag bezeichnen), dann habe ich keinerlei Hunger, aber auch kein Völlegefühl, fühl mich gut und habe keinen Heißhunger auf irgendwas wie Nüsse oder Schoki oder was auch immer. Es ist dann einfach gut wie es ist.
Leider klappt das so bei weitem nicht immer. Sobald man unterwegs ist, ist ja immer alles anders..
Wenn ich Tage habe, wo ich einfach sehr wenig gegessen habe, merke ich direkt am nächsten Tag, dass ich deutlich mehr Hunger habe und dann esse ich auch wieder mehr. Hole mir das also "zurück" sozusagen.

Ja die Schlafsache nervt wirklich manchmal tierisch... Vielleicht pendelt sich das ja irgendwann nochmal ein :)

Also bei mir steht und fällt das mit der Migräne. Wenn das irgendwann wieder schlechter werden sollte, dann würde ich wieder zu low carb zurückkehren. Das hat einfach oberste Priorität, dass das nicht wieder schlechter wird.
Es bleibt also alles mal langfristig abzuwarten, wie sich das entwickelt. In Euphorie ausbrechen möchte ich nicht, da gerade Ernährung nur langfristig beurteilt werden kann.
Kann nur sagen wie es aktuell ist und es geht mir momentan besser als unter low carb.

Liebe Grüße,
Antje


  
arvi
1.078 Beiträge

Fr, 24 Okt 2014 08:49
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Antje,

Deine aufgeführten sog. KH-Quellen sind meine Quellen für Fett und Eiweiß wie Leinsamen, Avocado, das ganze Gemüse bis auf Reis, Kartoffel und Banane. Letzteres sind "Safe starches" nach dem amerikanischen Werk, dass ich hier mal zitiert habe und nach denen gesundheitlich durchaus erlaubt, wenn man keine Migräne hat.
Epilepsien sind auch weiter ausgeblieben bei Kindern, sie deshalb zunächst ketogen ernährt wurden, was dann aufgegeben wurde. Warum sollte das bei der Migräne nicht so sein?
Und wenn Du ein Stoffwechseltypen bist, der KH in großen Mengen gut verträgt und davon nicht zunimmt, warum nicht?
Ich bin seit der Umstellung wesentlich ruhiger geworden, woraus ich schließe, dass KH eher innerlich unruhig machen und Stress verstärken, früher war ich da sehr empfindlich, mittlerweile könnte eine Dampfwalze über mich drüber fahren und mein Herz - Kreislaufsystem bleibt trotzdem ruhig.ich bin darüber ganz froh, weil mein Blutdruck dann zu sehr nach oben Schoß und er jetzt weitgehend niedrig bleibt. Viele Leute fühlen sich bei niedrigem Blutdruck unwohler, aber ich nehme das wegen der Gesundheit in Kauf.

Viele Grüße
arvi


Editiert: Di, 28 Okt 2014 22:52 von arvi
Editiert: Di, 28 Okt 2014 22:52 von arvi

  
Peter
1.589 Beiträge

Di, 28 Okt 2014 16:16


Peter
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Liebe Antja,
du musst einfach mal sehen, was für dich das Beste ist. Wie du vielleicht schon an meiner ersten Antwort in diesem Thread erkennen konntest, bin ich kein Freund von "wir machen unbeirrt weiter, weil wir an die Theorie glauben, auch wenn es immer schlechter wird". Zumal dies hier keine Arztpraxis ist. Dr. Lutz hätte in deinem Fall möglicherweise eine Autoimmun-Reaktion diagnostiziert und dann vielleicht mit Medikamenten (z. B. Kortison) dagegen gearbeitet, bis sich das Immunsystem wieder beruhtigt hat. Vielleicht hätte er damit Erfolg gehabt, vielleicht auch nicht. Für mich sind schwere Nebenwirkungen jedenfalls zunächst einmal schwere Nebenwirkungen, die ernst genommen werden sollten.

Ein bisschen Sorge bereitet mir das sehr sehr starke (um mich vorsichtig auszudrücken) hin und her. Es existieren sehr viele gut beschriebene Ernährungsweisen (mit entsprechenden Rezeptbüchern) zwischen ketogen und deiner jetzigen Diät. Auch LOGI - um mal ein Beispiel zu nennen - soll etlichen Migränikern geholfen haben. Da ist man aber noch relativ dicht an dem dran, was die meisten hier machen.

Du schreibst, dass du regelmäßig Sport machst. Selbst Lutz lässt in solchen Fällen mehr Kohlenhydrate zu. Etliche Bodybuilder und sonstige Sportler betonen immer wieder, dass ketogen ohne Ladetage bei ihnen nicht funktioniert. Meiner Meinung war der Weg, den du zunächst versucht hattest, unter deinen sonstigen Rahmenbedingungen viel zu hart für dich.

Unabhängig davon besteht immer eine gewisse Möglichkeit, dass die angestrebte Ketolysefähigkeit des Gehirns (die Voraussetzung für die Wirksamkeit von ketogenen Ernährungsprogrammen ist) sich bei manchen Personen partout nicht (mehr) einstellen will.

LG Peter


"Obwohl die Ärzte ihn behandelten, wurde er gesund." (Leo Tolstoi)

  
Lynn
241 Beiträge

Fr, 31 Okt 2014 15:02
 re: Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Das gefällt mir so am Peter, dass er überhaupt nicht fanatisch ist und unumstößlich an einer Theorie klebt, unabhängig von allem. Das kommt immer wieder mal vor und auch ich erkenne an mir immer wieder fanatische Züge, wenn ich mal von was überzeugt bin.
Aber gerade am Ernährungssektor passt einfach nichts auf alle Menschen.
wie ich schon öfters hier geschrieben habe, war für mich die ketogene Diät die Rettung, denn ich hatte sehr viele Anfälle am Tag, (50-200) und habe mich grauenvoll gefühlt.
Und mit der ketogenen Diät habe ich null Anfälle. und sonst hat sich wirklich alles zum Positiven geändert. Meine verdauung ist tadellos, alles passt.
Wenn ich mal einen Rückfall habe dann ist das weil ich einen Diätfehler habe, oder eben total unter Stress stehe.(Oder zuviel Kaffee trinke)


  
angy
124 Beiträge

Mi, 02 Sep 2015 11:33
 UPDATE Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

Hallo alle zusammen,

ich habe mich gerade wirklich erschrocken, dass mein letzter Beitrag von OKTOBER 2014 (!) stammt... Meine Güte...

Ich wollte mich einfach nur einmal kurz zurückmelden - vielleicht interessiert es den einen oder anderen noch oder vielleicht kann ja sogar jemand hier was für sich selbst ableiten.

Also ich bin nach wie vor vegan zu 99%. Die 1% sind Ausnahmen wenn ich unterwegs bin und es "nicht anders geht" und ich sonst hungern müsste ;-).
Habe meine Fett- und Proteinzufuhr im Vergleich zum Beginn erhöht und fühle mich damit rundum wohl.
Grob liege ich bei folgender Makronährstoffverteilung (natürlich schwankt das von Tag zu Tag):

KH zw. 280-300g
Protein ca. 80-90g
Fett ca. 50-60g

Im Vergleich zu low carb Maßstäben entspricht das natürlich noch immer einer high carb low fat Ernährung. Im Vergleich zu den KH Bergen, die sich die Leute aus der "Community" da teilweise reinschrauben (600g KH aufwärts), bin ich KH mäßig da echt moderat unterwegs ;-). Von diesem absoluten HIGH CARB FOREVER AND EVER Hype halte ich nichts (mehr).
Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass zu starre Regeln oder irgendwelche Hypes mich nicht ans Ziel führen und nicht zufrieden stellen. Es muss auch immer noch handhabbar bleiben im Alltag. So funktioniert es gerade sehr gut auch mit dem Auswärts-Essen.

Meiner Migräne geht es unverändert gut.
Ab und an lässt sie sich nochmal blicken, aber in der Intensität sehr schwach und kurz. Werfe dann eine sumatriptan ein und kann ganz normal meinen Tag weiter gestalten. Also prinzipiell sehe ich da mittlerweile keinerlei Einschränkung mehr für mich.

Sportlich hat sich auch einiges getan. Bin weiterhin im bereich Krafttraining aktiv, aber konnte die Intensität deutlich erhöhen und mache gute Fortschritte.
Ausdauer technisch dasselbe, mache da HIT Intervalleinheiten und Spinning. Macht mir sogar Spaß, was ich ja gar nicht gedacht hätte.
4-5 Mal die Woche Sport, Kraft und Ausdauer immer an separaten Tagen. Nach Krafttraining bin ich fertig, da is kein Ausdauertraining mehr drin :D

Anfang des Jahres habe ich Blutwerte kontrollieren lassen, einfach generell mal zur Kontrolle, es schadet ja nicht.
Alles i.O.
Werde das denke ich mal Anfang nächsten Jahres wiederholen.

Ich hoffe euch gehts allen gut und ich würde mich sehr freuen, von euch zu hören!

Liebe Grüße,
Antje


  
annigri
1.017 Beiträge

Mi, 02 Sep 2015 16:41
 re: UPDATE Melde mich zurück: Einen neuen Weg eingeschlagen

hallo antje,

das ist ja toll. habe nochmal nach oben gescrollt. lese ich richtig, du hast nicht mit lchf deine migräne reduziert, sondern mit vegan hc?

welche blutgruppe hast du eigentlich? (nur so am rande)

mir half leider lchf auch nciht gegen die migräne (hab blutgruppe AB. ich glaube mittlerweile, dass der blutgruppe 0 lchf am meisten hilft. ob das wohl doch zusammenhängt?)

bin nun bei histaminarm und vegetarisch (hab immer nach fleischverzehr am nächsten tag migräne :((( mittlerweile ekel ich mich vor fleisch, wahrscheinlich ist das ne kopfsache)

lg anja


  

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