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AUTOR
THEMA
Juli
430 Beiträge

Sa, 15 Nov 2014 00:08
 Triptane / Nebenwirkungen

Soweit ich gelesen habe, sind Triptane Serotoninangonisten.
Ich habe das so verstanden, dass sie an die Serotoninrezeptoren andocken, aber sie SIND ja kein Serotonin.

Wenn ich in einem schrecklichen Anfall Formieren nehme, wirkt das sogar meistens. ich mache es ganz ganz selten. Nur wenn der Anfall so schlimm ist, dass ich wirklich fast wahnsinnig werde. Die Nebenwirkungen sind so schlimm für mich.

Herzklopfen und Missempfindungen, kribbeln, Atemnot habe ich, aber das würde ja noch gehen -
was am Schlimmsten für mich ist: Wenn die Wirkung der Triptane nachlässt, kriege ich Angst.
Solange sie wirken, bin ich (obwohl es mir ja körperlich dann wirklich dreckig geht) ziemlich cool, ruhig, manchmal sogar ganz fröhlich. Danach dauert es dann 1,5 Tage, bis diese Angst wieder abflaut.

Es kann natürlich sein, dass da auch Histaminreaktionen mit hineinspielen, denn bei Histaminausschüttungen reagiere ich (unter anderem) auch mit Angst.

Kennt noch jemand diese Nebenwirkung / Nachwirkung von Triptanen?


  
annigri
1.017 Beiträge

Sa, 15 Nov 2014 10:11
 re: Triptane / Nebenwirkungen

könnte die angst auch ein unterzuckersymptom sein? ich merke nämlich, wenn ich mich fettreich und kohlenhydratarm ernähre, dass ich mich auch psychisch wohler fühle. ich bin ruhiger, sicherer und besser gelaunt. wenn ich viele kohlenhydrate esse/aß, hab ich mehr angst vorm leben, denke in der früh schon: wie soll ich den tag schaffen.

ich weiß nicht genau, woran das liegt. da ich ja auch so stark mit unterzuckerohnmachtsgefühlen zu kämpfen hatte, vermute ich, dass es daran lag.


  
EvaM
89 Beiträge

Sa, 15 Nov 2014 13:10
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Hallo Juli,
bei mir wirken Triptane gar nicht. Ich nehme aber ein Antidepressivum, genauer ein SNRI (serotonin-noradrenalin-wiederaufnahmehemmer). Ich werden den Verdacht nicht los das das irgendwie zusammen hängt. Gestern habe ich in einem Blog gelesen das histaminhaltige Lebensmittel da irgendwie einen Einfluss drauf haben und das auschleichen erschweren. Ich blicke da aber noch nicht ganz durch. Vllt hilft dir die Info in die richtige Richtung weiter zu suchen.

Gruß
Eva


  
Juli
430 Beiträge

Sa, 15 Nov 2014 21:12
 re: Triptane / Nebenwirkungen

könnte die angst auch ein unterzuckersymptom sein?

Ganz bestimmt, ich reagiere auf Unterzuckerungen (bz. besonders bei BZ-Schwankunegn) auch mit Angst,
aber bei diesem Triptanproblem vermute ich etwas anderes. Ich würde Serotoninmangel vermuten, so dass die Tristane so tun, als seien sie Serotonin (Serotoninagonisten?) und dann, wenn die Wirkung nachlässt, sind die Rezeptoren leer?

Histaminunverträglichkeit schließt viele Speisen aus, die reich an biogenen Aminen sind€die also Stoff für Serotonin mitbringen könnten. Kakao, Walnüsse, Bananen fallen mir ein.

ich merke nämlich, wenn ich mich fettreich und kohlenhydratarm ernähre, dass ich mich auch psychisch wohler fühle. ich bin ruhiger, sicherer und besser gelaunt. wenn ich viele kohlenhydrate esse/aß, hab ich mehr angst vorm leben, denke in der früh schon: wie soll ich den tag schaffen.

ja, das kenne ich auch gut.
Bestimmt lohnt es sich auf jeden Fall, den BZ stabil zu halten. Und wenn man dann keine Migräne kriegt, braucht man ja keine Triptane€.naja aber irgendwie würde ich doch gern verstehen, was da abläuft. Oder was man tun kann, um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen.
Ich nehme nämlich fast nie Triptane, weil das so schlimm ist für mich mit den NW. Und diese Migräne dann immer ohne Medikamente auszuhalten, das schlaucht auch sehr.

Hallo Juli,
bei mir wirken Triptane gar nicht. Ich nehme aber ein Antidepressivum, genauer ein SNRI (serotonin-noradrenalin-wiederaufnahmehemmer). Ich werden den Verdacht nicht los das das irgendwie zusammen hängt. Gestern habe ich in einem Blog gelesen das histaminhaltige Lebensmittel da irgendwie einen Einfluss drauf haben und das auschleichen erschweren. Ich blicke da aber noch nicht ganz durch. Vllt hilft dir die Info in die richtige Richtung weiter zu suchen.

Gruß
Eva


Liebe Eva, das verstehe ich noch nicht. Könntest Du mir vielleicht den Link sagen, damit ich das mal lesen kann, was da stand? In welcher Weise wirkt da das Histamin? Weißt Du noch, wo Du das gelesen hast?

Soweit ich weiß, bewirken Histaminausschüttungen einen Anstieg von Adrenalin und Cortisol, was wiederum Blutzuckerschwankungen macht Heißhunger z.B

Danke für Eure Mühe und alle Gedanken.
Liebe Grüße Juli


Editiert: Sa, 15 Nov 2014 21:15 von Juli
Editiert: Sa, 15 Nov 2014 21:34 von Juli

  
EvaM
89 Beiträge

Sa, 15 Nov 2014 22:07
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Hallo Juli,
ich habe das hier gelesen: http://beyondmeds.com/2013/02/25/a-mini-histamine-intolerance/

Wie gesagt, ich blicke da nicht ganz durch. Aber da sowohl die Triptane als auch Antidepressiva auf das Serotonin wirken müßte es da eigentlich einen zusammenhang geben. Wenn mein Gehirn wieder besser funktioniert werd ich mich mal genauer damit beschäftigen.

LG
Eva


  
Peter
1.589 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 02:48


Peter
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Wenn ich in einem schrecklichen Anfall Formieren nehme, wirkt das sogar meistens. ich mache es ganz ganz selten. Nur wenn der Anfall so schlimm ist, dass ich wirklich fast wahnsinnig werde. Die Nebenwirkungen sind so schlimm für mich.

Herzklopfen und Missempfindungen, kribbeln, Atemnot habe ich, aber das würde ja noch gehen -
was am Schlimmsten für mich ist: Wenn die Wirkung der Triptane nachlässt, kriege ich Angst.
Solange sie wirken, bin ich (obwohl es mir ja körperlich dann wirklich dreckig geht) ziemlich cool, ruhig, manchmal sogar ganz fröhlich. Danach dauert es dann 1,5 Tage, bis diese Angst wieder abflaut.


Das ist natürlich heftig. Starke Nebenwirkungen bei Triptanen sind bekannt. Das was du beschreibst ist auch alles auf den Nebenwirkungslisten der Triptane zu finden.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, nimmst du allerdings Formigran (du schreibst "Formieren") ein. Der Wirkstoff davon heißt Naratriptan. Das ist das schwächste und nebenwirkungsärmste Triptan von allen. Deshalb war es auch das erste, für das die Rezeptpflicht fallengelassen wurde. Wenn man das liest, was du schreibst, müssten für dich die wirklich starken Triptane (Imigran, Ascotop, Relpax, Maxalt) absolut kontraindiziert sein.

Schau einmal hier:
http://www.migraene-kopfschmerzen.de/migraenetherapie/verfue...index.html

Da steht bei den Nebenwirkungen von Naratriptan (der Wirkstoff von Formigran): "fast keine, wie Plazebo". Die verschreibungspflichtigen Triptane darfst du meiner Ansicht nach auf keinen Fall nehmen.

Die Triptane kamen erst auf den Markt (erstmals 1991), als meine Migräne schon zu Ende war. Ich erinnere mich aber an ein experimentelles Medikament, dass mir Jahre vorher von meinem Neurologen gegeben werden sollte (war es vielleicht ein Triptan im Test?). Bei einer Attacke sollte ich eine ganze Tablette einnehmen. Auf den Pillen gab es allerdings Sollbruchstellen, mit denen man sie in vier Stücke teilen konnte. Vorsichtig wie ich war, entschied ich mich bei einem ersten Selbstversuch für ein Viertel. Die Wirkung war phänomenal, die Nebenwirkungen aber auch. Nach ganz kurzer Zeit stellten sich eine vorher und nachher nie erlebte Brustenge und Krämpfe/Empfindungsstörungen in den Beinen und Armen ein. Wirklich schlimm.

Bei dir scheinen die Triptannebenwirkungen einen ähnlichen Charakter zu haben.

Es kann sein, dass das alles mit dem Serotonin zu tun hat. Bei ketogener Ernährung haben einige berichtet, dass die Triptane a) besser wirken und man b) danach nicht so fertig ist. Unter ketogener Diät ist die Serotoninbildung im Gehirn angeblich viel konstanter als bei der schwankenden Kohlenhydraternährung.

Wie die Mechanismen allerdings im Einzelnen sind, weiß ich leider auch nicht.

Es kann natürlich sein, dass da auch Histaminreaktionen mit hineinspielen, denn bei Histaminausschüttungen reagiere ich (unter anderem) auch mit Angst.


Ja, das kann alles eine Rolle spielen.

LG Peter


"Obwohl die Ärzte ihn behandelten, wurde er gesund." (Leo Tolstoi)

  
Peter
1.589 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 02:57


Peter
 re: Triptane / Nebenwirkungen

bei mir wirken Triptane gar nicht. Ich nehme aber ein Antidepressivum, genauer ein SNRI (serotonin-noradrenalin-wiederaufnahmehemmer). Ich werden den Verdacht nicht los das das irgendwie zusammen hängt.


Hallo Eva,
es könnte natürlich sein, dass bei dir die Rezeptoren schon mit Serotonin besetzt sind und die Triptane dann nichts mehr haben, um so zu tun, als seien sie Serotonin.

Es wäre gut, wenn du - wenn es dir wieder besser geht - die Zusammenhänge tatsächlich einmal genauer untersuchen könntest. Daran wären viele (ich eingeschlossen) interessiert.

LG Peter


"Obwohl die Ärzte ihn behandelten, wurde er gesund." (Leo Tolstoi)

  
arvi
1.078 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 08:18
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Liebe Eva,

Wenn man Antidepressiva nimmt, die auch auf das Serotonin-System einwirken, sind Triptane problematisch bis hin zu kontraindiziert. Es kann zu einem zentralen Serotonin-Syndrom kommen mit Überflutung im Hirn durch Serotonin was dann Angst, Unruhe usw. verursacht und das kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Ich würde das nicht kombinieren wollen, auch wenn letzteres wohl sehr selten ist. Einige Anwender berichten, dass unter Antidepressiva-Prophylaxe "normale Schmerzmittel" wieder wirken. Das wäre dann die Option.

Viele Grüße
arvi


  
Juli
430 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 10:13
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Wenn man das liest, was du schreibst, müssten für dich die wirklich starken Triptane (Imigran, Ascotop, Relpax, Maxalt) absolut kontraindiziert sein.


Danke für deine Einschätzung, das ist sehr wichtig für mich!! ich hatte nämlich überlegt, ob ein anderes Triptan gehen könnte. Ja, ich hatte Formigran genommen. (Die Rechtschreibkorrektur kennt das nicht und haut mir immer ein anderes Wort rein, was ich manchmal nicht bemerke)

Die verschreibungspflichtigen Triptane darfst du meiner Ansicht nach auf keinen Fall nehmen.


Vielen Dank. Dein Rat wird mir vieles ersparen€früher habe ich Maxalt vertragen bzw. kam damit klar, aber das würde ich jetzt nicht mehr wagen. Damals habe ich auch noch nicht auf so vieles reagiert und konnte noch vieles vertragen, verglichen mit heute.

Die Wirkung war phänomenal, die Nebenwirkungen aber auch. Nach ganz kurzer Zeit stellten sich eine vorher und nachher nie erlebte Brustenge und Krämpfe/Empfindungsstörungen in den Beinen und Armen ein. Wirklich schlimm.

Bei dir scheinen die Triptannebenwirkungen einen ähnlichen Charakter zu haben.


Das ist ja ein hardcore Experiment. Irgendwie pervers, dass es aber gegen die Migräne wirksam war.

Bei ketogener Ernährung haben einige berichtet, dass die Triptane a) besser wirken und man b) danach nicht so fertig ist. Unter ketogener Diät ist die Serotoninbildung im Gehirn angeblich viel konstanter als bei der schwankenden Kohlenhydraternährung.

Sehr spannend.

Noch etwas beobachte ich bei mir, was glaube ich "wirkt": Wenn man weiß, dass man kein wirklich annehmbares Schmerzmittel einnehmen kann, weil keines tolerierbar/verträglich ist, entsteht Druck und Stress. ich befürchte dann, dass der Migräneanfall so schlimm wird, dass ich es kaum noch aushalten kann, also dieser ganz schlimme Zustand, in dem man nicht mehr weiß, wie und wo man sich noch lassen könnte - den kennen ja alle hier. Ich versuche es dann noch mit Eispacks und Cola Zero, und dann ist mein Arsenal leer. Klar, das passiert auf einer anderen Ebene, aber ich glaube, es ist schon sehr hilfreich, wenn man etwas hat, was zur Not zumindest in erträglicher Weise einnehmbar ist. Mit dem Druck umzugehen, wenn man da nichts mehr hat, finde ich oft schwierig und ich glaube, dass diese mentale Ebene auch den Anfall verschlimmert.


  
EvaM
89 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 13:00
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Hallo Peter,
ich denke, mir wird es so schnell nicht besser gehen, da ich das AD nicht so schnell absetzen kann wie ich gerne würde. Ich habe bisher Venlafaxin genommen und war auf 12,5mg. Ich habe 4 Wochen lang 6,25mg genommen und hatte heftige Entzugserscheinungen. Bin dann wieder auf 12.5mg hoch. Die niedrigste Dosis die vom Hersteller verkauft wird 37,5mg ist und die Apotheken hier in England das nicht anders abfüllen können hat meine Ärztin mir jetzt Citalopram verschrieben. Selbst die Umstellung auf 20mg Citalopram verursacht Symptome allerdings nicht ganz so schlimm wie die 6,25mg Venlafaxin. In den entsprechenden Foren wird empfohlen alle 4-6 Wochen um 10% zu reduzieren. Ich werde allerdings ausprobieren ob ich in 4 Wochen auf 15mg Citalopram gehen kann. Das ganze wird also noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Neurologin die mir das Venlafaxin verordnet hat, hat mir gesagt die machen nicht abhängig.....yep!... Sie wußte es wohl auch nicht besser. Nachdem was andere Leute in den Foren schreiben wissen viele Ärzte noch nicht mal das man AD's gaaaanz langsam auschleichen muss.

@arvi
das man Triptane und AD nicht zusammen nehmen soll wg dem Serotonin-Syndrom steht in der Packungsbeilage, aber infos im Internet ist wohl noch nie was passiert. Ich bin da aber vorsichtig. Ich nehme auch normale Schmerzmittel nicht zusammen mit dem AD sondern warte mind. 2 Std. Das ist leider etwas problematisch wenn ich morgens mit Migräne aufwache. Das AD muß ich morgens nehmen sonst bekomme ich mittags Entzugserscheinungen. Die Kopfschmerzen muss ich dann halt aushalten bis ich die Schmerztablette nehmen kann.

Das Sumatriptan hab ich auch nur bekommen weil die Ärztin mir das MCP nicht mehr verschreiben wollte. Muss nochmal mit ihr sprechen und evtl eine andere Alternative finden.

Gruß
Eva


  
Peter
1.589 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 22:43


Peter
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Hallo Eva

ich denke, mir wird es so schnell nicht besser gehen, da ich das AD nicht so schnell absetzen kann wie ich gerne würde.


Das ist in der Tat ein deutliches Erschwernis. Aprikose berichtet etwas ganz Ähnliches.

Ich habe bisher Venlafaxin genommen und war auf 12,5mg. Ich habe 4 Wochen lang 6,25mg genommen und hatte heftige Entzugserscheinungen. Bin dann wieder auf 12.5mg hoch. Die niedrigste Dosis die vom Hersteller verkauft wird 37,5mg ist und die Apotheken hier in England das nicht anders abfüllen können hat meine Ärztin mir jetzt Citalopram verschrieben. Selbst die Umstellung auf 20mg Citalopram verursacht Symptome allerdings nicht ganz so schlimm wie die 6,25mg Venlafaxin. In den entsprechenden Foren wird empfohlen alle 4-6 Wochen um 10% zu reduzieren. Ich werde allerdings ausprobieren ob ich in 4 Wochen auf 15mg Citalopram gehen kann. Das ganze wird also noch einige Zeit in Anspruch nehmen.


Damit scheint sie genau das zu machen, was man auch auf Wikipedia lesen kann:
http://de.wikipedia.org/wiki/SSRI-Absetzsyndrom

Da steht, dass sie Absetzproblematiken bei den Selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SSNRI) schlimmer sind als bei den Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI). Man könne die Absetzsymptome bei den SSNRI aber oftmals teilweise deutlich reduzieren durch Verschreiben von Fluoxetin, was ein SSRI ist, genauso wie das Citalopram, das dir deine Ärztin jetzt verordnet hat. Eine auch medizinisch etablierte Absetzstrategie (sonst würde es wohl kaum auf Wikipedia stehen) scheint also genau das zu sein, was deine Ärztin versucht: Ersetzen des SSNRI durch ein SSRI. Offenbar kann man das SSRI später im Allgemeinen leichter loswerden als das SSNRI.

Die Neurologin die mir das Venlafaxin verordnet hat, hat mir gesagt die machen nicht abhängig.....yep!... Sie wußte es wohl auch nicht besser. Nachdem was andere Leute in den Foren schreiben wissen viele Ärzte noch nicht mal das man AD's gaaaanz langsam auschleichen muss.


Ziemlich erschreckend eigentlich, zumal es längst eine eigenständige, relativ umfangreich ausgearbeitete Wikipedia-Seite dazu gibt. Das Problem ist also allgemein bekannt und auch real.

Das AD muß ich morgens nehmen sonst bekomme ich mittags Entzugserscheinungen.


Vielleicht mildert sich das unter dem SSRI ein wenig, jedenfalls nach einigen Wochen. Ich drücke dir die Daumen.

Die Kopfschmerzen muss ich dann halt aushalten bis ich die Schmerztablette nehmen kann.


Man mag sich das kaum vorstellen.

Das Sumatriptan hab ich auch nur bekommen weil die Ärztin mir das MCP nicht mehr verschreiben wollte. Muss nochmal mit ihr sprechen und evtl eine andere Alternative finden.


In deinem Fall könnte man von den Ärzten eigentlich etwas mehr Flexibilität erwarten. MCP war bis vor Kurzem ein reichlich verordnetes Medikament. Es ist eine Zumutung, von dir eine solch suboptimale Schmerzbehandlung zu erwarten, wie du sie aktuell praktizierst.

LG Peter


"Obwohl die Ärzte ihn behandelten, wurde er gesund." (Leo Tolstoi)

Editiert: Di, 18 Nov 2014 22:44 von Peter

  
Peter
1.589 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 22:59


Peter
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Wenn man weiß, dass man kein wirklich annehmbares Schmerzmittel einnehmen kann, weil keines tolerierbar/verträglich ist, entsteht Druck und Stress. ich befürchte dann, dass der Migräneanfall so schlimm wird, dass ich es kaum noch aushalten kann, also dieser ganz schlimme Zustand, in dem man nicht mehr weiß, wie und wo man sich noch lassen könnte - den kennen ja alle hier. Ich versuche es dann noch mit Eispacks und Cola Zero, und dann ist mein Arsenal leer. Klar, das passiert auf einer anderen Ebene, aber ich glaube, es ist schon sehr hilfreich, wenn man etwas hat, was zur Not zumindest in erträglicher Weise einnehmbar ist. Mit dem Druck umzugehen, wenn man da nichts mehr hat, finde ich oft schwierig und ich glaube, dass diese mentale Ebene auch den Anfall verschlimmert.


Ja, das kenne ich von mir auch. Ich bekam während meiner Migränezeit einige Male eine Migräneattacke, als ich keine Schmerzmittel dabei hatte und auch keine Aussicht bestand, schnell an welche zu kommen. Einmal mitten in der Nacht in London nach einem Konzert der Gruppe "Cream" (als ich noch einen langen Heimweg hatte), einmal bei einem langen Spaziergang an einem Nordseestrand am geplanten Umkehrpunkt. Es war schrecklich. Die fehlende Aussicht auf Ruhe und Schmerzmittel wirkte eindeutig verschlimmernd.

Ich habe mich dann wie in ein Schneckenhaus zurückgezogen (zumal ich bei meinen Attacken meist kaum noch etwas sehen konnte). In London habe ich sogar ohne zu Schauen die Straßenseiten gewechselt, stimmungsmäßig war ich dermaßen down, dass mir eh alles egal war. Ich vermute mal, dass die meisten Autofahrer wähnten, ich stünde unter Drogen (bewegte mich ja ohnehin gerade unter Menschen, die aus einem Rock-Konzert kamen, bei dem selbst die Musiker unter Drogen standen, was erwartet man da anderes Augenzwinkern ).

Als ich dann endlich zu Hause war und an die Schmerzmittel kam (damals meist Mittel wie Spalt, mindestens 4 Stück), wirkten sie im Grunde schon, während ich sie noch in der Hand hielt.

LG Peter


"Obwohl die Ärzte ihn behandelten, wurde er gesund." (Leo Tolstoi)

  
arvi
1.078 Beiträge

Di, 18 Nov 2014 23:42
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Liebe Eva,

Die Antidepressiva haben einen Wirkspiegel im Blut, der sich langsam über Wochen einstellt und sich langsam beim Absetzen abbaut. Insofern dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob Du die Schmerzmittel sofort oder mit zeitlicher Verzögerung zum AD einnimmst.
Es gibt. Absetzphänomene, weshalb man langsam evtl. über längere Zeit ausschleichen muß. Vermutlich liegt das an bestimmten Serotoninrezeptorregulationsphänomenen.

Viele Grüße
arvi


  
magsa
27 Beiträge

Sa, 10 Jan 2015 23:01


magsa
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Habe lange Zeit Triptane (ascotop) genommen, die mir wirklich gut halfen. Leider musste ich dann aber im Lauf der Zeit die Dosis immer mehr steigern, am Ende schluckte ich ein Tiptan alle zwei Tage und landete in der Schmerzklinik zum Entzug. Ich kann euch nur raten, vorsichtig damit zu sein. Nach einigen Wochen der Ernährungsumstellung mit Stabilisierung des Blutzuckerspiegels brauche ich heute kein Triptan mehr, die Migräne ist seltener und nur noch sehr schwach.
Gruß Magsa


  
Juli
430 Beiträge

Sa, 11 Apr 2015 08:33
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Vorletzte Nacht habe ich ZWEI Tabletten Formigran gebraucht, die erste (ca. 3 Uhr nachts) wirkte nicht und dann habe ich gegen 7 Uhr noch eine genommen. Ich hatte einen Termin in München wegen einer Untersuchung (Atemtest stundenlang), wo ich nüchtern hinfahren musste und ich glaube, dass ich sonst versucht hätte, ohne das Triptan durchzukommen.

Die Fahrt habe ich geschafft, der Termin lief schlecht, nüchternbleibenmüssen bei Migräne ist echt scheußlich, das muss ich Euch nicht erklären - nicht einmal schwarzen Kaffee durfte ich trinken.

Die Nebenwirkungen waren so wie immer, also Atemnot, Herzklopfen, Herzstolpern über Stunden. Ich hatte das sozusagen "in Kauf genommen", weil ich ja wusste, dass ich diese Zugfahrt nüchtern schaffen muss und bis mittags in der Testsituation bleiben muss.

Der Darm war durch das Formigran derartig lahmgelegt, dass der Test nicht funktioniert hat. Das hatte ich nicht bedacht. Alles für die Katz´.

Abends habe ich mich wirklich krank gefühlt, wie Grippe, es kribbelt mir dann so in den Beinen, das sind bei mir immer so Vorboten, als ob ich Fieber bekomme. Ich dachte erst, es sei evtl. von der totalen Übernächtigung, bin gestern um 22 Uhr ins Bett gefallen (für mich total untypisch, sonst ist es nie vor Mitternacht). Aber jetzt ist es immer noch da. Ich bin zur gewohnten Zeit aufgestanden (6.45), schwitze und bin wahnsinnig schwach. Können das immer noch Nebenwirkungen vom Formigran sein? Kennt Ihr sowas, wenn man zwei Tbl. nehmen musste? Angst habe ich auch, davon hatte ich ja schon berichtet - das passiert bei mir immer nach Formigran.Ich wundere mich nur, weil es so zeitversetzt ist, also länger/später als sonst, wobei ich zugeben muss, dass ich ja zum Glück nur ganz selten ZWEI Tbl. nehmen muss.

Vorher war eine Phase, in der ich wesentlich weniger Migräne hatte, also auch keine Triptane genommen, und mehrere Anfälle ohne Medikamente - nur mit Kaffee - überstanden.
Gefühlsmäßig vermute ich die HWS momentan als Ursache der schlimmen Attacke, denn die Mig geht gar nicht richtig weg, und je nach Kopfhaltung droht sie wiederzukommen, es ist ganz empfindlich und mein Gesicht wummert nonstop. Also da ist etwas im Busch, das nicht vorbei ist, obwohl das Formigran natürlich gewirkt hat. Bloß wenn die HWS immer noch irgendwie blockiert ist, dann feuert da eben etwas weiterhin. Hoffentlich hat der hiesige Osteopath ein Erbarmen und kann mich irgendwie einschieben. das wäre halt erst nächste Woche.

Aber heute gibt es immerhin schonmal Kaffee.


  
Foxi
204 Beiträge

Sa, 11 Apr 2015 20:17
 re: Triptane / Nebenwirkungen


Kennt Ihr sowas, wenn man zwei Tbl. nehmen musste?


Hallo Juli,

ich hatte vom Arzt ganz zu Anfang mal die Anweisung bekommen, dass ich - wenn das Triptan nicht wirkt - kein weiteres Triptan nehmen soll. Nur wenn die erste Tablette so gut gewirkt hat, dass die Migräne so gut wie weg ist und dann erneut wiederkommt, DANN darf ich ggfs. eine zweite Tablette nehmen. Aber nochmal nachnehmen, wenn die erste sowieso schon nicht gewirkt hat, soll ich bei Triptanen ausdrücklich nicht. Aber wenn man die Schmerzen einfach nur abstellen will, egal wie, dann weiß ich auch nicht, was ich in so einem Fall machen würde.

Weil, wenn man das Triptan z. B. zu spät nimmt, dann kann es nicht mehr richtig wirken, dann nützen auch zwei Tabletten nichts. So ist mein Wissensstand jedenfalls. Aber die können schon Herzprobleme machen, das hat mir der Kardiologe mal gesagt. Man hat dann wohl so ein enges Gefühl in der Brust (ich zum Glück bis jetzt nicht). Deine Symptome und die Herzbeschwerden könnten eventuell dazu passen.

Wenn du Anfälle ganz ohne Triptan überstehen kannst, dann finde ich das aber echt super - ich schaffe das normalerweise nicht, ich knicke letzten Endes dann doch immer ein und nehme was.

LG
Foxi


  
Juli
430 Beiträge

Sa, 11 Apr 2015 21:59
 re: Triptane / Nebenwirkungen


Wenn du Anfälle ganz ohne Triptan überstehen kannst, dann finde ich das aber echt super - ich schaffe das normalerweise nicht, ich knicke letzten Endes dann doch immer ein und nehme was.

LG
Foxi


Hm, ich finde immer, es kommt darauf an, wie schlimm der Anfall ist und ob man irgend etwas bestimmtes "muss" - also Termine schaffen oder Familienfeiern (glglglgl€) oder sowas, wo man nicht gut für sich sorgen kann bzw irgendwie "durch muss".
Wenn ich diesen blöden Untersuchungstermin in München nicht gehabt hätte, wäre die Situation ganz anders gewesen. Dann hätte ich morgens Kaffee trinken können und nicht nüchtern Zug fahren müssen. (Möglicherweise hat dieser ganze Druck sogar die Attacke mit verursacht, das weiß man ja nie. )

Früher habe ich manchmal 1 1/2 Formigran genommen, weil ich den Eindruck hatte, das wirkt besser.
Zwei nehmen ist fürchterlich. Aber ich wusste mir nicht anders zu helfen.
Möglicherweise wäre es klüger gewesen, den Termin abzusagen. Aber ich wäre mir feige vorgekommen. Klar, weil ich nicht hinwollte und weil es mir sehr bevorstand.


  
Juli
430 Beiträge

So, 12 Apr 2015 09:54
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Ich beobachte seit mehreren Wochen eine merkwürdige "Gleichzeitigkeit" und möchte sie Euch nicht vorenthalten.
Ob es wirklich ursächlich zusammenhängt, weiß ich nicht.

Ich konnte meine Schilddrüsenhormone nicht steigern, weil ich dann immer entsetzlichSTE Migräneanfälle bekam.
Zufällig habe ich bei meinem letzten Versuch, eine Steigerung zu beginnen, gemerkt, dass dies nicht so schlimm wurde an den Tagen, an denen ich Vitamin b12 gespritzt habe.
Bei weiterer Steigerung habe ich begonnen, das gezielt einzusetzen. Es scheint irgendwie zusammenzuhängen, ich schreibe das hier, weil es vielleicht noch jemandem helfen könnte.

Ich verwende Hydroxocobalamin von Pascoe. Soweit ich weiß, ist Cyanocobalamin (eine andere Form des B12) nicht so gut aufzunehmen bzw. kann sogar problematisch sein.
Meine Dosierung kann auf Fachpersonen haarsträubend wirken, ich weiß. Aber wenn es mir Triptane und entsetzliche Tage erspart, mache ich das eben so, erst einmal.
Es geht mir trotzdem nicht wirklich gut - aber wenn ein Migräneanfall "nur" einigermaßen erträglich bleibt, nur das Gesicht wummert und ich einigermaßen durch den Tag komme, dann kann das schon echt viel wert sein. Ich vermute, dass das B12 ein Cofaktor ist für irgend etwas, das (bei mir) ein Migräneauslöser oder Trigger ist. Ob das wirklich die SD-Hormone sind oder noch anders zusammenhängt, weiß ich natürlich nicht.

Soweit ich weiß, kann man B12 nicht überdosieren - eventueller Überschuss wird einfach ausgeschieden, so dass ich die Anwendung für ungefährlich halte. Ich werde es weiter beobachten und erst einmal nicht darauf verzichten Augenzwinkern


  
Juli
430 Beiträge

Di, 26 Mai 2015 21:52
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Ich habe Angst, das nicht aushalten zu können. ich habe so schreckliche Migräne und traue mich nicht, Triptane zu nehmen (habe Formigran da) weil ich auf die letzten so entsetzlich reagiert habe, die Nebenwirkungen waren so schlimm (Panikattacken) - das passiert bei mir, wenn die Wirkung nachlässt

und die momentane Migräneattacke ist so schlimm
das macht mir Druck und ich weiß nicht, wie ich über die Nacht kommen soll

ich glaube, diese panikattacken hängen damit zusammen, dass die Triptane in den serotoninstoffwechsel eingreifen (sie docken an diese Rezeptoren an)
http://www.1-medikamente.de/triptane/


Editiert: Di, 26 Mai 2015 22:01 von Juli

  
Sonne72
159 Beiträge

Mi, 27 Mai 2015 00:26
 re: Triptane / Nebenwirkungen

Arme Juli,

hoffe, Du hast eine Lösung für Dich gefunden...
Manchmal ist der Schmerz bei mir auch so schlimm, dass ich nicht mal schlafen kann. Dann lege ich mir Kühlpacks auf den Kopf und reiß das Fenster auf. Damit gelingt es mir zumeist zumindest etwas zu dösen. Nicht allerdings, wenn noch Übelkeit dazu kommt. Da nehme ich immer nux vomica dagegen.

Wenn Du von Triptanen so heftige Nebenwirkungen bekommst, solltest Du echt versuchen davon los zu kommmen. Einfach gesagt, ich weiß.
Helfen 600-800mg IBU bei Dir vielleicht ein wenig?

Wünsche Dir von Herzen gute Besserung
Sonja


  

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