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THEMA
apju
6 Beiträge

Di, 18 Aug 2015 22:54
 Vorstellung

Liebe Leute,

es wurde Zeit, dass ich mich endlich anmeldete und mich vorstellte. Vielleicht habt Ihr ja ein paar gute Ideen, wenn Ihr meine körperlichen Mitbringsel lest. (Vorsicht, lang)

Ich bin 51 Jahre alt, weiblich, 1,54 m groß, und wiege 55 kg. Ende November 2014 habe ich meiner Migräne wegen mit Low Carb begonnen. Nach gutem Anfangserfolg bin ich heute aber noch immer nicht da, wo ich hinwollte.

Der Reihe nach:

Ich hatte schon als Kind Kopfschmerzen, die ich heute als Teil der Migränesymptomatik sehen würde. Ich erinnere mich an ein Familienfest, das mir aufgrund der massiven Kopfschmerzen in Erinnerung geblieben ist. Da war ich 8. Schmerzmittel oder so hat es wegen Kopfschmerzen nicht für mich als Kind nicht gegeben. Obwohl meine Mutter und deren Mutter schon mit Migräne belastet waren.

Ab Anfang 20 konnte ich meine gesundheitlichen Beschwerden knapp mit "Kopf und Magen" beschreiben. Ich habe mir mit Mitte 30 geschworen, beides in den Griff zu kriegen. Beim Magen habe ich es erreicht.

Zunächst aber habe ich zusätzlich zu Kopfschmerzen, Migräne und ständigen Gastritis-Attacken eine jahrelange Phase durchlebt, die bis zu einer Art "stand-by-Betrieb" führte, was sich nach ca. 7 Jahren als Schilddrüsenunterfunktionssymptomatik dank Hashimoto entpuppte. Eigentlich nur zufällig bekam ich die nötigen Hormone. Das war 2005. Inzwischen weiß ich, worauf ich da achten muss, und denke, ich bin gut eingestellt.

2007 kam der damalige Hausarzt endlich mal auf die Idee, Laktose und Fruktose testen zu lassen, nachdem ich nach Wochen akuter Symptome - trotz Protonenpumpenhemmer hatte ich Magenschmerzen - plötzlich überall den Zucker rausschmeckte und das beim Arzt erwähnte. Ich bestand gleich beide Tests.

Wirklich besser ging es mir dann in der Folge aber nicht. 2008 wurde schließlich noch eine Histaminunverträglichkeit entdeckt (vermutlich die "älteste" Intoleranz bei mir, seit Kindheitstagen vorhanden) und im November fand die Heilpraktikerin heraus, dass ich diese super super tollen Laktasetabletten in die Tonne treten kann. Sie wirken einfach nicht bei mir. Erst als ich dann konsequent auf laktosefreie Produkte umstellte, wurde es besser.

Das war auch das Ende der recht häufigen verknüpften Kopf-Magen-Problematik: Bei schlimmer Gastritis bekam ich Kopfschmerzen, die anhielten, bis der Magen endlich erfolgreich behandelt wurde. Im schlimmsten Fall konnten die magenbedingten Kopfschmerzen mit einer klassischen Migräne mithalten. Sie waren lediglich nicht pochend, aber sonst durchaus ähnlich, soweit ich mich heute erinnere. Ich habe also relativ oft meinen Kopf mit Magenmitteln behandelt, was eigentlich ziemlich irre klingt. Das ging natürlich über Tage, nicht in ein paar Stunden.

2008 stellte sich bei mir ein ziemlicher Zinkmangel heraus, sodass ich ziemlich viel Zink in Orotatform (Hersteller aus Saarbrücken) täglich zu mir nehme. Anfangs habe ich den Wert regelmäßig kontrolliert. Inzwischen weiß ich, dass ich mich auf mein Aussehen verlassen kann: Ohne Zinkorotateinnahme sehe ich in kurzer Zeit wie ein Streuselkuchen aus. Mitesser und Pickel sprießen. Wie gesagt, ich bin 51!

Die mögliche Ursache wurde dann Ende 2009/Anfang 2010 entdeckt, als meine Heilpraktikerin darauf bestand, dass abgeklärt werde, warum mein DHEAS so hoch war, was sich bei irgendeiner Laboruntersuchung zeigte. Ergebnis: adrenogenitales Syndrom late onset. Daher die Mitesser. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir locker 2 Kilo angefuttert, weil ich am Nachmittag im Büro in ein Loch fiel und so einen Hunger bekam, dass ich dachte, ich halt´s nicht aus. Also essen, leider meist süß.
Bei der endokrinologischen Untersuchung wurde auch mal Cortisol gemessen (logisch), mittels 24 h Urin. Ergebnis: ich kratze am unteren Rande. Damals dachte ich, o.k., da kommt der Hunger her. Ich bekam Cortison, was mir zunächst gut tat, allerdings nicht auf Dauer.

2010 wechselte ich meinen Arbeitsplatz zurück in die heimatlichen Gefilde, nachdem mein Vater gestorben war. Mein WG-Partner (o.k. es ist ein ganzes Haus, nicht nur eine Wohnung), kocht hervorragend und ich aß dann abends warm, tagsüber im Büro das Übliche (Brote, Laugenbrezel). Mehr Brot als früher.

2011 habe ich als Beginn der Zunahme der Migräne in Erinnerung, aber eigentlich war das schon Jahre vorher. Außer dem Wetter sah ich keinen Trigger. Und weder die Behebung des Mangels an Schilddrüsenhormonen noch die Beachtung der Histaminunverträglichkeit hatte eine Auswirkung auf die Kopfschmerzhäufigkeit (wie ich gehofft hatte). Vor dem Umzug hätte ich aber auch gesagt, ich hab mehr Kopfweh als Migräne. Ab 2011 kamen allerdings auch vermehrt (eindeutige) Migräneanfälle dazu.

2012 suchte ich schließlich einen Neurologen auf (Leiter der neurologischen Abteilung des größten KH vor Ort). Der Herr Professor - selbst Migräniker - erkundigte sich nach weiteren Leidensgenossen in der Familie, ließ ein MRT machen (alles palettii), diskutierte mit mir die Arten von Kopfweh und fing dann mit dem an, was als Prophylaxe wirken könnte. Ich schrieb ein Kopfwehtagebuch, einen Monat lang, und hörte auf, als ich für August 2012 nur vier kopfwehfreie Tage notierte. Es frustrierte mich total. Einziges Schmerzmittel, was manchmal half bzw. hilft, ist Ibuprofen. Triptane wirken nicht bzw. verschlimmern meinen Zustand. Und oft erreiche ich zwar eine Besserung der Schmerzsymptomatik, habe aber den Zustand, den ich mit "Hirn in Aspik" beschreibe. Denken funktioniert dann ganz schlecht und der Tag ist einfach nur anstrengend.

Ich bekam vom Professor den medikamenteninduzierten Kopfschmerz beschrieben und kam erleichtert zu dem Ergebnis: Ne, habe ich nicht. Trotz der Menge an Schmerzmittel. Und beim Versuch, Kopfschmerzen und Migräne abzugrenzen, wurde mir allmählich klar: Ich habe fast immer Migräne gehabt - richtig schlimm (klassisch Migräne) und weniger schlimm ("Kopfweh"). Auch alles Kopfweh im Zusammenhang mit Wetterwechsel: es war in Wirklichkeit Migräne. Die Definition der Schulmedizin greift schlicht zu kurz. Ich seh´ das jetzt mit den Erfahrungen seit Dezember ganz deutlich. Selbst wenn ich annehmen müsste, es ist nur "Kopfweh", irgendwann ist das hässliche Kratzen hinter dem rechten Auge da und ich weiß, es ist Migräne.

Im Laufe der Jahre probierten der Professor und ich zur Prophylaxe Folgendes:

Betablocker (sogar verschiedene): wirkte 3 Wochen etwas
Antiepileptikum: wirkte nicht und führte zu Kribbeln in den Händen
Antidepressivum: wirkte 3 Wochen etwas und führte später zu massiven Nebenwirkungen, als ich das Mitte als Retardkapseln bekam.

Im April 2014 schließlich Botox, was mir bei der ersten Anwendung in meiner Nackenmuskulatur irgendwas durcheinander brachte und zu irrem Kopfweh über 2 Tage (und Nächte) führte. Von der Art her hab ich so was noch nie gefühlt, der Schmerz kam irgendwie von außen statt von innen. Krass. Der Professor besorgte mir einen sofortigen Termin bei seinem Physiotherapeuten. Der rettete mich.

Juli 2014 wieder Botox, dann kam die Umstellung bei dem Antidepressivum, was zu mehrfachen wochenlangen Schwindelattacken und erhöhtem Blutdruck führte, was ich selbst endlich irgendwann kapierte.

Ende November dann wieder Botox. Im Wartezimmer beim Professor las ich Frau Barkawi (ich war endlich bei dem spannenden 2. Teil angekommen). Zuhause hatte an diesem Tag mein WG-Genosse die von mir gekaufte geräucherte Makrele im Kellerkühlschrank ("man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen") entdeckt und mir großzügigerweise eine Hälfte übriggelassen. Die lag da schön entgrätet auf einem Teller. Und ich dachte: Das ist ein Zeichen, jetzt versuchst du Low Carb.

Ich habe es eigentlich schon zwei Tage später gespürt, es war, wie wenn jemand die Handbremse gelöst hätte.Ich fühlte mich besser, weniger Kopfweh und irgendwie fitter. Am Tag vor Heiligabend wachte ich mit Migräne auf (Schmerzsymptomatik wie sich der Schulmediziner das so vorstellt), also nicht nur diffus "Kopfweh". Und ich versuchte mit dem Frühstück gegenzusteuern, Rührei mit Schinken (die Übelkeit hielt sich in Grenzen). Im Laufe des Vormittags verschwand der Schmerz, und das ohne Schmerzmittel. Der Arbeitstag war lang und stressig. Abends musste ich noch einkaufen, Supertrubel in dem Markt und ich ging da durch die Gänge zwischen den vielen Leuten durch und hatte dieses irre Gefühl, die Migräne besiegt zu haben. Unbeschreiblich.

Als ich das mit dem Blutzucker bei Frau Barkawi las, fiel mir wieder ein, dass 15 Jahre zuvor ich mal den Blutzucker auf irgend so einer Gesundheitsveranstaltung gemessen bekommen habe und der Wert betrug 91. Prima Wert, allerdings war das 30 - 45 min nach dem Mittagessen (SchniPoSa). Die Krankenschwester war damals leicht irritiert und meinte, der Wert sei viel zu niedrig.

Als ich jetzt im Dezember selbst mal den Zucker maß, stellte ich fest, dass mein Nüchternzucker eigentlich recht hoch war (100) und ich mich mit Kohlenhydraten Richtung Unterzuckerung schoss. Da hab ich erst die Fressattacken aus dem Herbst 2009 verstanden.

Jedenfalls ging es mir Ende April und im Mai wieder schlechter, so dass ich nochmals Botox bekam. Das wirkte auch wieder nach einigen Tagen, allerdings zufriedenstellend war das alles nicht. Irgendwann dachte ich, ich müsste strikter bei den Kohlenhydraten sein. Was ich seit dem auch bin. Allerdings fürchte ich, ich muss doch noch die Barkawi-Diät machen, wovor ich mich bisher gedrückt habe.

Was habe ich erreicht?

Weniger Totalausfälle seit Dezember
Nüchternzucker etwas runter
Cholesterin deutlich runter
3 Kilo abgenommen, aber es sieht nach mehr aus


Was ich mich so frage:

Dauert es bei mir bis zur durchschlagenden Besserung so lange, weil ich über 50 bin und jahrzehntelang Kohlenhydrate im Überfluss zu mir genommen habe?
Wie lange dauert das noch?
Wie funktioniert das mit der Blutzuckersteuerung bei mir, wenn ich doch zu wenig Cortisol habe. Macht das Adrenalin den Rest?
Wirken nicht vielleicht doch die Wechseljahre sich aus (bin gut zwei Jahre in der Menopause)? Ich hatte keine zyklusbedingte schlimme Migräne wie meine Mutter, aber "Kopfweh" regelmäßig am ersten Tag der Regelblutung.

Und auch:
Wieso habe ich seit einigen Jahren diese Muskelschmerzen bei Belastung (kein Rheuma oder so was, das ist untersucht)? Wechseljahre?
Wieso nehme ich so schlecht das Zink auf? Wo ich doch seit Monaten auch auf den bösen Weizen verzichte.

Bei einem bin ich mir aber sicher: es wird nach den Wechseljahren nicht besser, daran glaub ich nicht mehr. Ich sehe es bei meiner Mutter. Deren Kopfschmerzen sind meine, zeitgleich, das ist Migräne. Und die Besserung der schlimmen Migräneanfälle ist vermutlich dem Betablocker geschuldet, den sie mit Anfang 50 verschrieben bekam. Sie hat immer noch bei Wetterwechsel Kopfschmerzen , die aber gut durch ein Schmerzmittel in den Griff zu kriegen sind. Aber dass die Migräne weg wäre, kann sie auch mit 75 nicht behaupten.

Das war jetzt viel, und übers Schreiben habe ich die restlichen Fragen vergessen.

Danke fürs Lesen und gut´s Nächtle

LG
apju


Editiert: Di, 18 Aug 2015 22:55 von apju
Editiert: Di, 18 Aug 2015 22:59 von apju
Editiert: Di, 18 Aug 2015 23:01 von apju

  
Tinchen
107 Beiträge

Mi, 19 Aug 2015 08:07
 re: Vorstellung

Liebe apju,

herzlich willkommen im Forum. Wirklich helfen kann ich dir nicht, da gibt es andere "Experten hier, die dir bestimmt hilfreiche Antworten geben werden.

Du kannst dir in diesem Forum viel "erlesen", les dich einfach mal durch, es gibt so viele hilfreiche Threads.

Du hast schon gute Erfolge, das ist super und auch nicht selbstverständlich! Freu dich darüber und sieh es als Zeichen, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast. Die wenigsten haben sofort nach der Umstellung große Erfolge, das dauert seine Zeit bis der Körper sich umgestellt hat und das Gehirn die Ketolysefähigkeit wieder gelernt hat.

Ich bin seit 6 Monaten dabei mit LCHF und habe sogar erst massive Verschlimmerungen der Migräne gehabt. Diesen Monat meine ich erste Erfolge zu merken, das kann aber schnell wieder umschlagen, Geduld ist gefragt. Und vielen hilft nicht die Ernährung allein, das sind oft noch andere Faktoren am Werk. Hormone, Schilddrüse, Toxine, Schwermetallbelastungen... Man muss sich belesen und ausprobieren, es ist nicht einfach, aber es lohnt sich am Ende.

Liebe Grüße Tinchen


  
annigri
1.017 Beiträge

Mi, 19 Aug 2015 12:06
 re: Vorstellung

hallo apju,

da hast du ja auch einiges durch. ich kenne sowas. ich "probiere" seit 16 jahren rum.

ich habe auch eine Histamin-uv. allerdings vertrage ich Räucherfisch und ei usw leider garnicht. da hast du es richtig gut!!

bei denen, die erfolg mit dieser Ernährung haben, dauerte es teilweise auch jahre. es gab eine erstverbesserung und dann über jahre eine langsame "Heilung". wenige hatten von anfang an das glück.

lg anja


  
apju
6 Beiträge

Mi, 19 Aug 2015 12:56
 re: Vorstellung

Lieben Dank an Euch beide für Eure Antworten.

Heute ist wieder so ein Tag, wach geworden mit leicht dröhnendem Kopf. Eineinhalb Rühreier gefrühstückt (die fehlende Hälfte hat der Kater sich einverleibt) und von Muttern erfahren, dass sie um 5 Uhr Tropfen genommen hatte (Novalgin)gegen Kopfschmerz. Er war aber immer noch leicht da bei ihr. Er sitzt- genau! - auf der rechten Seite.

Ich habe im Büro die Waffen gestreckt und Ibuprofen genommen. Keine Wirkung. Das heißt, ich brauche es auch nicht mehr zu versuchen. Zum Glück ist das Aspik heute nicht so fest wie am Montag.

Anja, in meiner schlimmsten Zeit mit dem Magen, also 2007, habe ich zeitweise gar nichts vertragen. Sogar von schwarzem Tee bekam ich Aufstoßen (ist mir heute natürlich klar). Damals war auch an Geräuchertes nicht zu denken. Das ist im Laufe der Zeit (ab November 2008, als ich die ganze Wahrheit erfuhr) bis Mitte 2011 allmählich immer besser geworden. Es passiert jetzt nur noch hin und wieder, dass ich mir den Magen versaue. Ich habe aber noch eine Stelle (außer Nasenschleimhaut und Magenschleimhaut), wo Histamin bei mir wirkt: meine Hände fangen an zu jucken.


Ich hatte 2008 das Buch von Prof. Jarisch gelesen und habe recht bald nach der HI-Diagnose Allergoval (Antiallergikum) probiert (sollte laut Buch erst Wochen später wirken): Mir ging es innerhalb einer Stunde besser!!!. Ich konnte abends die Hände wieder auf den Bauch legen, ohne dass das unangenehm/schmerzhaft war. Irgendwann war der aufgeblähte Bauch auch wieder normal.

Was ich jetzt immer vorrätig habe, ist Cetirizin in Tropfenform (die Tabletten haben Laktose). Das Antihistaminikum macht mich nicht müde und das Jucken an den Händen verschwindet dann wieder. Ich denke aber auch, dass die Laktosegeschichte die HI-Problematik verstärkt hatte.

Heute vertrage ich, wie gesagt, wieder viel mehr. Passe natürlich auf, dass ich es bei der Laktose nicht übertreibe. Natürlich findet auch der Kater es super, dass ich LI habe. Es ist immer frische laktosefreie Milch da. Wobei ich jetzt zu der greife, bei der der Milchzucker zum Teil rausgefiltert wird. Die schmeckt wirklich wie normale Milch. Und Joghurt lässt sich daraus auch machen.

Wenn ich solche Fortschritte beim Kopf machte, wäre ich schon sehr glücklich.

LG

apju


  
Aprikose
898 Beiträge

Mi, 26 Aug 2015 17:49
 re: Vorstellung

Liebe apju,
Ende November 2014 habe ich meiner Migräne wegen mit Low Carb begonnen. Nach gutem Anfangserfolg bin ich heute aber noch immer nicht da, wo ich hinwollte.

Ich bin da auch noch nicht, und schon drei Jahre dabei....

Ich habe es eigentlich schon zwei Tage später gespürt, es war, wie wenn jemand die Handbremse gelöst hätte.Ich fühlte mich besser, weniger Kopfweh und irgendwie fitter.

Das ist doch ein ermutigendes Signal!

Was habe ich erreicht?

Weniger Totalausfälle seit Dezember
Nüchternzucker etwas runter
Cholesterin deutlich runter
3 Kilo abgenommen, aber es sieht nach mehr aus

Ein guter Erfolg für 9 Monate.

Was ich mich so frage:

Dauert es bei mir bis zur durchschlagenden Besserung so lange, weil ich über 50 bin und jahrzehntelang Kohlenhydrate im Überfluss zu mir genommen habe?

Das würde ich auf jeden Fall so sehen. Ich habe hier mal die Theorie aufgestellt, dass die Faktoren weiblich, lange Migränekarriere und zumindest anfangs zyklusgebundene Migräne eine starke Erschwernis sind. Aber auch unsere Erfolgsmänner Peter und Harry haben Jahre gebraucht.

Wie lange dauert das noch?

Auf jeden Fall länger als 9 Monate Lächeln . Das soll nicht ironisch klingen. Du hat bereits positive Wirkungen erzielt, jetzt würde ich einfach weitermachen.

Zu den Muskelschmerzen: Magnesium hast Du sicher probiert, oder? Auch mehr Salz?

Liebe Grüße,
Aprikose


Editiert: Mi, 26 Aug 2015 17:50 von Aprikose

  
arvi
1.078 Beiträge

Mi, 26 Aug 2015 21:15
 re: Vorstellung

Liebe apju,

Ich habe auch erst über 50 mit Low Carb angefangen und hatte sofort einen durchschlagenden Erfolg wie in meiner Darstellung unter Erfolgsgeschichten auch nachzulesen ist. Ich habe sehr konsequent umgestellt und schon Jahre zuvor regelmäßig Krafttraining und Ausdauertraining gemacht.
Momentan habe ich einen weiteren Energieschub durch intermittierendes Fasten und MCT -Öl/Kokosöl und seit mehreren Wochen, in denen ich das nun mache, auch nicht den Anflug eines Anfalls verspürt. Auch keinerlei Wechseljahresbeschwerden oder entsprechende "altersentsprechende" zu erwartende Unpässlichkeiten. Einmal habe ich mich vorgestern nach dem "Warrior-Fasten" abends im Essensfenster etwas überfressen und konnte dann schlecht schlafen ( man lernt aus seinen Erfahrungen). Aber auch keinerlei klitzekleine Migräne-welch ein Wunder!
Ein weiteres Wunder ist auch, dass mein Blutdruck so runtergegangen ist.

Viele Grüße
arvi


  
apju
6 Beiträge

Do, 27 Aug 2015 22:35
 re: Vorstellung

Liebe Aprikose,

ich muss mir Deine Geschichte noch mal in Ruhe durchlesen. Was mich halt im Moment so frustet, ist der Umstand, dass die Migräne wieder die Oberhand gewonnen hat. Wie würdest du deinen bisherigen Erfolg zum heutigen Tag definieren,in Prozent oder so?

Mit meinen Muskelschmerzen, das ist ein Phänomen. Ich habe im Winter eigentlich viel Magnesium zu mir genommen (transdermal) - Du hast mich auf die Idee gebracht, gerade baden meine Füße wieder in warmem Wasser mit Magnesiumirgendwas (hab doch schon wieder die konkrete Verbindung vergessen - aber die Muskelschmerzen lassen sich nicht beeindrucken. Es ist auch nicht so, dass die Muskeln immer weh tun. Es ist nur bei Belastung.

Das mit dem Salz habe ich nicht verstanden.Ich dachte, wir nehmen mehr als genug davon zu uns? Woran erkennt man denn, dass dem nicht so ist?

Ach, ich muss noch viel lesen.

LG

apju


  
apju
6 Beiträge

Do, 27 Aug 2015 22:49
 re: Vorstellung

Liebe arvi,

das Öl probiere ich auch, aber wirklich wirken tut da nichts. Allerdings habe ich derzeit meine Migräneauslöser zuhauf. Rauf und runter mit dem Wetter, vor allem wenn es wieder wärmer wird, reagiert mein Kopf.

Ansonsten habe ich den blöden Verdacht, der will ganz gezielt das Essen bestimmen. Das heißt, ich denke, ihm fehlen derzeit Kohlenhydrate, aber umstellen will er nicht.

Mit dem Sport habe ich es nicht so. Als Kind schon, später nicht mehr. Das geringe Cortisol könnte es erklären, dass ich mich nach Sport nur platt fühle. Irgendein tolles Gefühl hinterher: Fehlanzeige. Bisschen Skaten, wenn, ja, wenn der Kopf mitmacht. Die "Ich-mach-jetzt-Sport"-Aktionen der letzten 15 Jahre mündeten alle mehr oder weniger in einer Katastrophe. Die letzte - Übungen im Fitnessstudio, die meine Heilpraktikerin ausdrücklich begrüßte wegen Verspannungen und so - führte zu einer heftigen Sehnenentzündung im Arm dank Kalk auf den Sehnen. Bin wohl gerade in dem Alter dafür.

Also, bisschen skaten. Was immerhin für Hüfte und Knie gut ist, wie ich feststellen konnte. Bin wohl ein bisschen schief, was hin und wieder mal an der einen Stelle, dann wieder auf der anderen Seite Probleme macht bis hin zum Ischias. Manchmal komm ich mir richtig alt vor.

LG
Apju


  
arvi
1.078 Beiträge

Sa, 29 Aug 2015 12:56
 re: Vorstellung

Liebe apju,

ein niedriges Cortisol klingt nach einem ziemlichen Burnout. Möglicherweise mußt Du erst nochmal anderweitig aufbauen, damit Dein Körper genügend Kraft bekommt, sich umzustellen. Möglicherweise ist ein wesentlicher Wirkeffekt der Ernährungsumstellung auf Low Carb, dass sich Cortisol erhöht und entzündungshemmend wirkt. Zumindest am Anfang. Wenn das bei Dir aber nicht möglich ist, weil Du schon chronisch so erschöpft bist?
Ich bin da auch leider keine Expertin. Es gibt noch andere Erfahrungsberichte z.B. Von Katharina Bachman: "SOS-Schlank ohne Sport", die auch eine ähnliche Ernährungsumstellung vollzogen hat, ein bekennender Sportmuffel ist und damit nicht nur abnehmen konnte, sondern ihren kranken Stoffwechsel auf die Reihe kriegte. Sie hat auf Anweisung ihres allerdings indischen Arztes in Malaysia ( sie ist ausgewandert) zusätzlich viel mit Nahrungsergänzungsmitteln und hochnährstoffreichen tropischen Früchten gearbeitet. Sie hat ein Forum bei Facebook. Ich habe übrigens auch eine deutliche Hilfe und Besserung noch vor der Umstellung durch Migra3erfahren, später habe ich lange Zeit Migravent genommen und zur Zeit versuche ich, möglichst nährstoffreiche Lebensmittel zu essen in ausgewogenem Verhältnis z.B. alle ein bis 2 Wochen mal Leber, regelmäßig Bio-Eier und Moringa, auch eine südliche Pflanze mit sehr hohen Nährstoff- und Vitaminwerten in Pulverform in Quark gerührt oder in Kapseln. Frau Bachman empfiehlt besonders Papaya, aber da habe ich keine Erfahrungen.
Aber vielleicht kann Peter Mersch hier auch was dazu sagen?
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deinen Weg findest.

Liebe Grüße
arvi


Editiert: Sa, 29 Aug 2015 13:10 von arvi

  
apju
6 Beiträge

Sa, 29 Aug 2015 18:48

 Großes Grinsen
 re: Vorstellung

Liebe arvi,

ich fühl mich zwar grad extrem urlaubsreif, und wenn ich wieder viele Migränetage habe, auch ziemlich fertig. Aber das hat mit "ausgebrannt" nichts zu tun, die Nebennierenrinde muss sich auch nicht erholen, das niedrige Cortisol ist der Normalzustand, und das seit Jahrzehnten, sprich seit der Pupertät.

Wegen des hohen DHEAS habe ich 2009 eine Endokrinologin aufgesucht, die sofort auf ein leichtes ags late onset, was gar nicht so selten ist, tippte. Ein bestimmtes Enzym, das zur Produktion des Cortisol benötigt wird, wird bei mir unzureichend gebildet. Die Nebenniere selbst arbeitet o.k., das haben wir getestet. Damit staut es sich vor dem Schritt, der das Enzym benötigt. Die Symptomatik variiert bei den Patientinnen. Mögliche Symptome bei der nicht klassischen Form sind außer Störungen bei Menstruation etc. (hatte ich nicht) Akne und fettige Haut (ja), vermehrte Haarwuchs am Körper (habe ich auch nicht) oder auch (und da sind wir beim Thema): Störungen im Blutzucker- und Insulinstoffwechsel. Vielleicht ist auch mein grundsätzlich recht hohes Cholesterin Folge davon. Denn das steht am Anfang dieser Hormonbildungskette. Vielleicht denkt ja der Körper: "Viel hilft viel. Wär doch gelacht, wenn hinten nicht genug Cortisol rauskäme!" Einen Handlungsbedarf sah die Endokrinologin nicht ("Sie wollen ja keine Kinder mehr kriegen"). Sie hat mich aber Cortison leicht dosiert ausprobieren lassen, aber auf längere Zeit ist das nichts. Und es bringt auch nicht das, was es in der Theorie hätte bringen sollen.

Vermuten könnte man, dass Adrenalin und was es sonst noch gibt die Aufgaben des Cortisols teilweise übernehmen, aber dazu finde ich nichts. Ich war u.a. deswegen auch hier beim Endokrinologen (Kollege vom Professor), der aber - nun, ja - nicht so der Richtige für meine Fragen war. Ich hoffe nur, dass der und sein Oberarzt mich genauso furchtbar fanden wie ich sie. Der Arztbericht, der von Fehlern bei der Anamnese nur so strotze, endete mit der Empfehlung, bei einem Migräneanfall Ibuprofen zu nehmen und zwar: 500 mg. Lange nicht mehr so gelacht. Ich denke, auch beim Kollegen hat er sich damit disqualifiziert. (Seitdem halte ich unverdrossen in Apotheken Ausschau nach Schmerztabletten mit 500 mg Ibuprofen, vielleicht gibt es die ja doch. Natürlich gingen auch zweieinhalb Tabletten zu 200 mg :D. Bis ich 500-er finde, greife ich bei schlimmen Zuständen halt weiter zu 2 x 400). Ich könnte auch noch lästern über die Ansichten mancher Schulmediziner, was die "sichere" Menge bei Cortisoneinnahme ist, aber was soll´s.

Was mich so stört bei den meisten Schulmedizinern, ist deren Vorgehensweise. Sie stellen eine Theorie auf und behaupten, so ist es. Sie hören den Patienten nicht zu und gehen überhaupt nicht empirisch vor. Sie nutzen nicht einmal das Internet. Selten, dass mal einer das zugibt. Einen Orthopäden habe ich erlebt, der war so drauf. Der sagte z.B.: Es sei unglaublich, wieviel Arzt die Patienten so aushielten. Oder: Ich hätte ja wohl inzwischen mitgekriegt, dass Medizin keine richtige Wissenschaft sei. Mehr so ein "Rumdoktern".

Ich schreib doch noch mein Buch "10 goldene Regeln für den Arztbesuch oder: Wie ich meine Psyche in den Griff bekam"

Nur so, um meinen Frust abzuarbeiten. Großes Grinsen

LG

apju


  
arvi
1.078 Beiträge

Sa, 29 Aug 2015 21:47
 re: Vorstellung

Liebe apju,

Ich kann Deinen Frust gut verstehen und auch ich habe viele Gute Antworten auf meine Probleme leider auch erst jenseits der Schulmedizin gefunden.
Ist das denn bei Dir eine Stoffwechselvariante oder ist es schon eine regelrechte Krankheit mit Deinem Enzymdefekt? Da hast Du natürlich eine besondere Situation. Ich selbst hatte immer ziemliche Menstrationsbeschwerden, zudem in der Jugend Neigung zu Akne und fettiger Haut ( ist jetzt positiv, da kaum Falten oder trockene Haut) , auch mein DHEA ist überdurchschnittlich hoch. Vielleicht habe ich sowas ja auch? Wenn es so ist, dann kann ich sagen, dass diese Ernährung mein Problem gelöst hat. Mein Cholesterin und meine Blutzuckerwerte, auch die Insulinwerte sind jetzt bestens. Und die Migräne hat sich weitestgehend vom Acker gemacht.

Viele Grüße
arvi


  
apju
6 Beiträge

Sa, 29 Aug 2015 22:44
 re: Vorstellung

Liebe arvi,

das ist in der klassischen Form eine schlimme Erkrankung, aber wie die Mediziner das werten, wenn es abgemildert auftritt in späteren Jahren, keine Ahnung. Vielleicht sollte ich mal schauen, was der ICD-code so sagt. Augenzwinkern Aber es ist definitiv in der leichten Form keine seltene Sache.

Ich erinnere mich, dass ich nie aknefrei war, aber eine massive Verschlechterung sich mit 30 - 35 zeigte. Was sich da geändert hat, keine Ahnung.

Aber mich würde interessieren, wie du "bestens" definierst.

Bei mir wurde das Cholesterin, als es das erste Mal gemessen wurde (da war ich mind 35), mit über 200 gemessen, auch 220, 230 mal. Dann ging es hoch auf über 260. Meine Rekordzahl ist rund 335 im Jahr 2012, so weit ich das jetzt im Kopf habe. Mit Low Carb bin ich binnen 3 Monaten runter erst auf irgendwas über 300 und dann 289. Ich habe aber jetzt seit -rechen, rechen - 6 Monaten nicht mehr gemessen (oder was da noch mal ne Messung im Mai? doch ja, da war der Wert ziemlich gleich). Muss mal wieder messen lassen. Aber auch meine Oma hatte hohe Werte, meine Mutter hat sie ebenfalls. Das spricht vielleicht für die genetische Komponente durch das AGS. Aber immer war und ist das Verhältnis HDL zu LDL top. Von meinen Brüdern weiß ich bei einem der beiden definitiv, dass sein Cholesterin nicht erhöht ist. Ach ja, auch die Schilddrüsenbehandlung hatte keine Auswirkung auf den Cholesterinwert (wie bei manchen Patienten).

Tscha, und mein Nüchternzucker war vor 2 Wochen das erste Mal unter 100 (seit Beginn der Wettermessung, nä, eigener Blutzuckermessung in sporadischer Weise, also seit Dezember). Ich hab in meinen Unterlagen aber Laborwerte von von früher mit etwas über 60, gemessen beim Arzt, das war auch so ungefähr im Alter von rund 35 Jahren. Aber wie sagt mein Professor (ca. 2 Jahre jünger als ich). "Im Alter lässt der Stoffwechsel halt nach."

Wie, wann und wo misst man denn die Insulinwerte? Schwanken die nicht ohnehin sehr?

Ich bin wirklich gespannt, wie das weiter geht. Ich fürchte halt, dass das mit der Migräne lange dauert. Ich bin ja schon ewig dabei.

LG

apju


  
arvi
1.078 Beiträge

So, 30 Aug 2015 10:17
 re: Vorstellung

Liebe apju,

Mein Gesamtcholesterin lag zuletzt zwischen 160 und 170 mg/dl mit um die 60 HDL. Das HDL ist bei mir angestiegen und das LDL abgefallen, auch das Gesamtcholesterin, das aber nie wirklich erhöht war. Triglyceride sind abgesunken von Ca. 130 auf 30-50 bei den verschiedenen Kontrollen. Die Triglyceride sind nach meinen Recherchen der sehr viel kritischere Wert in Bezug auf metabole Belastung, da das Cholesterin differenzierter betrachtet werden muß.
Nüchtern-BZ schwankt zwischen 80 und 100 mg/dl, während er selbst in meinen Jugendzeiten immer über 100 lag so Ca. 105. Vor der Umstellung lag er bei 118 und da war ich auf dem besten Wege in den Diabetes. Auch der grenzwertige Hb1c ist in den Normbereich abgesunken und den zuvor grenzwertigen Glucosebelastungstest habe ich nicht mehr überprüfen lassen! Weil ich die Zuckerpampe nicht mehr trinken wollte. Insulinnüchternwerte sind damals immer mal mitbestimmt worden und lagen so, dass ich insulinresistent war. Es gibt da eine Formel für die Berechnung, den sog. Homa-Index. Der ist zur Zeit bei mir wieder im Normbereich. Also wieder voll insulinsenstitiv. Das Nüchterninsulin ist bei mir massiv abgesunken. Insofern habe ich "beste Laborwerte".

Mir ist aber noch was anderes klargeworden. Hier Klagen viele über stärkere Migräneanfälle mit positivem Ketonkörper-Nachweis zu Anfang der Umstellung. Ketonkörper sind sauer und der Körper muß verstärkt die Säuren neutralisieren und möglicherweise Entgiftungs- und Entschlackungsarbeit leisten. Auch beim Fasten, das gegen Migräne helfen kann, kann es in der Fastenkrise am 2. bis 3.Tag zu Migräneanfällen kommen im Rahmen einer tiefgreifenden Umstellungsreaktion. Wenn der Körper die Ketonkörper lernt, gut zu verwerten und der Ketonachweis negativ wird, müßte das nachlassen.

Viele Grüße
arvi


  
Aprikose
898 Beiträge

Di, 01 Sep 2015 20:32
 re: Vorstellung

Wie würdest du deinen bisherigen Erfolg zum heutigen Tag definieren,in Prozent oder so?


Liebe apju,

ich kann wieder ein ziemlich normales Leben führen. Dass es so werden würde, wie es jetzt ist, davon hätte ich früher geträumt. Aber je besser es mir geht, desto mehr will ich haben. Meine Schmerzen eskalieren so gut wie überhaut nicht mehr. Allerdings habe ich noch einige Begleitsymptome, ich fühle mich schlapp, schwindelig, unkonzentriert, und das noch relativ oft. Ein Triptan hilft gegen diesen Zustand. Ich bin nicht mehr gewillt, eingeschränkt zu sein und versuche es selten ohne. Wenn die üblichen Maßnahmen wie Kaffee, was essen, was trinken, Magnesium, Salz nicht helfen, nehme ich meist was.

Wenn man nur die Attackenzahl betrachtet, liegt die Verbesserung bei ca. 1/3 (war auch schon bei 1/2, aber wurde dann wieder schlechter - zuviel Stress bei der Arbeit). Sieht man die Schmerzstärke, würde ich sagen: von 7-9 auf 1-2.

Ich nehme als Fazit nur die Lebensqualität, die ist wieder da. Ich kann wieder meinen Interessen nachgehen, statt nach der Arbeit zu kaum mehr als Sofa und Bett in der Lage zu sein. Ich habe diese Angst vor dem nächsten Anfall nicht mehr, weder vor dem Schmerz noch davor, dass er mir meine Pläne durchkreuzt. Meine Tabletten helfen wieder. Ich habe seit fast 2 Jahren nicht mehr erbrechen müssen, ich nehme praktisch kein Vomex mehr.

Entferntere Bekannte, die nicht alles hautnah mitbekommen haben, sagen "Hast Du eigentlich keine Migräne mehr?" weil ich nicht mehr absage, keine Horrorgeschichten mehr erzähle und keine Ringe mehr unter den Augen habe.

Ich würde noch gerne ganz weg von Medikamenten, das wäre für mich 100%.

Zu arvi:
Ich habe auch erst über 50 mit Low Carb angefangen und hatte sofort einen durchschlagenden Erfolg wie in meiner Darstellung unter Erfolgsgeschichten auch nachzulesen ist. Ich habe sehr konsequent umgestellt und schon Jahre zuvor regelmäßig Krafttraining und Ausdauertraining gemacht.

Ja, ihre Erfolge sind beeindruckend, aber sie hat erst sehr spät Migräne bekommen. Ich denke, dass diese vergleichsweise kurze Migränekarriere zusammen mit dem Sport und ev. auch ihren sonstigen Maßnahmen zur ausgeglichenen Lebensführung (z.B. berichtet sie oft von Spaziergängen mit ihrem Mann, das ist aus meiner Sicht ein sehr schönes und wichtiges Element für ein gutes Leben) zu dem beneidenswerten Erfolg beiträgt.

Liebe Grüße,
Aprikose


  
arvi
1.078 Beiträge

Mi, 02 Sep 2015 20:10
 re: Vorstellung

Liebe Aprikose, liebe apju,

Ich denke ich hatte auch schon früher Migräneäquivalente wie häufig Bauchschmerzen als Kind (deshalb Blinddarmoperation mit 2 Jahren, Bauchschmerzen danach nicht besser, wurden fortan als Narbenschmerz eingeordnet!) einseitige Rücken - und Nackenverspannungen seit Jugend oder merkwürdige Übelkeitsattacken immer am Wochenende. Erst mit Ende 30 kamen dann schwere Attacken mit den einseitigen Kopfschmerzen, der Aura und dem Erbrechen. Vermutlich mit dem Progesteronabfall vor den Wechseljahren. Irgendwann wußte ich dann, was das ist.

Ich denke, wichtig ist ein funktionierender Fettstoffwechsel. Ob man den durch Low Carb, intermittierendes Fasten, MCT-Fette, Ausdauer- und Kraftsport oder anderes oder alles zusammen hinbekommt, bleibt einem selbst überlassen. Ich habe auch mal viele Jahre weitgehend vegetarisch ohne Migräne gelebt. Damals habe ich morgens nichts gegessen und auch sonst nicht viel- bis ein damaliger Hausarzt mir sagte, morgendliches Fasten sei für meinen Magen nicht gut. In dieser Zeit habe ich letztlich meinen Fettstoffwechsel immer wieder aktiviert und das war positiv. Ich hatte in dieser Zeit auch kaum Menstrationsbeschwerden, während ich zuvor unter der üblichen Dt. Mischkost schwere Dysmenorrhoe mit langen und heftigen Blutungen hatte. Als ich dann später wieder auf übliche Mischkost umgestiegen mit mit regelmäßigen Mahlzeiten und Apfelsaftschorle als " Energiegetränk" , ging meine Misere so richtig los.

Viele Grüße
arvi


  



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