Die Bedeutung der Prophylaxe.

 


Kommt es zu häufigen und regelmäßigen Migräneanfällen, z. B. 3x pro Monat oder öfter, dann ist eine ernsthafte Migräneprophylaxe anzuraten.

Anders als bei akuten Migräneattacken, wo es zur medikamentösen Behandlung praktisch keine Alternativen gibt, können in der Migräneprophylaxe neben der medikamentösen Therapie auch Alternativen – insbesondere solche mit Änderungen in der Lebensführung – zum Erfolg führen, zum Teil sogar so weit, dass lebenslängliche Anfallsfreiheit erzielt wird.

Allerdings können diese Alternativen in der Regel nicht durch Ärzte verordnet oder begleitet werden, da sie durch die Krankenkassen nicht vergütet werden. Beispielsweise gehört eine Ernährungsberatung im Rahmen einer Migränebehandlung nicht zu den für Ärzte abrechenbaren Leistungen, folglich wird eine solche auch nicht angeboten.

Viel wichtiger als die Prophylaxe im Rahmen einer Migränebehandlung wird aber zunehmend die Prophylaxe zur Migräneverhinderung, das heißt zur Vermeidung eines späteren Ausbruchs der Erkrankung. Denn Migräne ist ähnlich wie Diabetes eine sich ausbreitende Erkrankung, von der u. a. auch immer mehr und immer jüngere Kinder betroffen sind. Lebensstiländerungen sind zurzeit die einzigen Mittel, die eine solche vorbeugende Wirkung haben können, zumal Impfungen oder Gen-Manipulationen noch nicht in Sicht sind.

In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten Methoden zur Migräneprophylaxe beschrieben.